Da wir Freitag Feiertag des Stadtteils unserer Schule hatten (wo gibts denn sowas?!), verbrachten meine Tante, meine Cousine und ich das Wochenende am Strand. Wir reisten Freitag, nach einem ungewollten Abstecher in Joinville, in Guaratuba an. Das Wetter war mässig, das Hotel hat mir aber sofort gefallen. Nach dem Mittagessen erkundeten wir die Gegend, quasi ein Abenteuerspaziergang: Zuerst sahen wir lebendige Muscheln. Sie hatten sich an ein Stück Holz geheftet und wurden an Land getrieben, eine Faszination. Als nächstes bewunderten wir eine Schlafpflanze (keine Ahnung, wie die heisst. Birgit und ich haben sie bei Tante Lori so benannt). Weder meine Tante noch meine Cousine konnten etwas mit dieser Pflanze anfangen, fanden sie dennoch interessant. Wenn sie nämlich berührt wird, dann zieht sie sich zusammen. Ich vermute, sie ist eine fleischfressende Pflanze. Auf dem Rückweg fanden wir eine grössere Ansammlung von Krebsen, die von allen Seiten in ihre Löcher krochen. Zwischendurch war uns schon mulmig, da sie plötzlich direkt vor oder neben uns auftauchten. Sandfarbene Krebse in verschiedenen Grössen... Das war der erste Tag. Am Samstag genossen wir brasilianische Leckereien zum Frühstück und beschlossen sogleich, das Mittagessen ausfallen zu lassen. Wir vergnügten uns also den ganzen Tag am Strand und Gegenabend im hoteleigenen Pool. Ja, meine Cousine hat mich ins Wasser bekommen, nicht nur am Samstag, auch heute noch einmal. Wir waren aber auch fast die einzigen Gäste in diesem Pool (so viele Menschen hatten kein langes WE und somit war es sowieso nicht so voll). Es war aber auch ein wunderschöner Strandtag! Am Abend kamen wir in den Genuss von Pizza, natürlich salzig und süss! Die Nacht war dann leider nicht so erhebend, es war furchtbar heiss und stickig in unserem Zimmer. Leider kamen wir erst um 1:30 Uhr auf die Idee, die Klimaanlage anzustellen. Bis 3:30 Uhr war das Zimmer endlich in einer angenehmen Temperatur und wir konnten den Rest der Nacht gut schlafen. Heute Vormittag ging es noch einmal an den Strand, danach zum Pool und schon mussten die Sachen gepackt werden. Zum Abschluss liess ich mir ein Hennatatoo auf mein Bein machen, es prangt jetzt in seiner vollen Schönheit!
Ach ja, obwohl meine Tante unsere Namen sehr leserlich auf das Dokument geschrieben hat, wurde mein Name in Wrike umbenannt. Der Hotelbedienstete meinte wohl, dass sich die Dame bestimmt verschrieben haben muss. Er hat auch alle anderen Namen verhunsepipelt :-)
Und: Ich habe nur drei Mal Churros gegessen, fast unglaublich für mich!
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