Donnerstag, 31. Dezember 2009

Das wars

Damit wäre meine Zeit in Brasilien abgeschlossen. Es gibt keinen Grund mehr, Berichte über Brasilien zu schreiben. Möglicherweise werde ich bei jedem Besuch etwas reinstellen.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen treuen Lesern bedanken und euch allen ein tolles Jahr 2010 wünschen!

Packen

Der Montag war für das Packen reserviert. Zunächst schlief ich aus, dann wollten die Koffer aber nicht länger warten. Ich packte, wog alle paar Minuten und packte weiter. Es war eine schreckliche Prozedur und ich wusste immer genau, wieviel ich wog, denn der Koffer wollte sich nicht alleine wiegen. Den ersten Koffer habe ich sehr erfolgreich gepackt, er war relativ voll und wog genau 23,9 Kilo (wenn man nur 23 Kilo mitnehmen darf, wollte ich nicht 24 Kilo haben). Doch der zweite Koffer wollte nicht. Als nur das allernötigste drinnen war, war er nicht ausgestopft genug und auch etwas leicht. So packte ich mehr rein und er war prompt zu schwer. Bis ich da das richtige Mittelmaß gefunden hatte, das dauerte. Dann war mein Handgepäck dran. Zwar dürfen in Brasilien nur 5 Kilo Handgepäck genommen werden, aber da ich mit Lufthansa fliegen wollte und die eine deutsche Gesellschaft sind, wollte ich auch 8 Kilo haben. Leider lag noch sehr viel auf dem Bett als ich schließlich meine 8 Kilo im Handköfferchen drinnen hatte. Der Verzweiflung nahe, bekam ich plötzlich eine Idee: Wenn ich die große Tasche, die ich von der Schweizerschule als Handtasche nähme, dann würde vielmehr mitkommen. Zur Sicherheit fragte ich noch meine Oma, ob das so durchgehen würde. Sie meinte schon. Gesagt, getan. So kamen mein Laptop, Bücher und andere besonders schwere Sachen in meine Handtasche und leichte Sachen in mein Handköfferchen. Meine Handtasche wog am Ende dann nochmal 6-7 Kilo. Leider ist, wie ich schonmal schrieb, viel in Brasilien geblieben. Manches davon hat meine Tante mir inzwischen mitgebracht.

Abschiedsfeier

Am Sonntag Abend feierte ich mit ein paar Verwandten meine Abschiedsfeier. Wir fuhren in eine Pizzaria und nahmen uns einen Riesentisch. Das war ein Rodizio, d.h. die Pizza geht immer rum und man nimmt sich ein Stück von der, die man gut findet. Wir hatten unheimlichen Spaß, es gab mal wieder sinnfreie Fotos, von irgendwelchen Cousins geknipst. Zu beginn bekam nur mein Onkel ein Stück Pizza, dann war der Teller des Kellners leer. Der nächste Kellner kam auch nur mit einem Stück Pizza und wieder bekam nur dieser Onkel ein Stück, obwohl der sein erstes noch nichtmal angegessen hatte. Sehr witzig war auch, wie ein Cousin und meine Tante versuchten, an eine Vierkäsepizza oder Lasagne zu kommen. Jedes Mal, wenn ein Kellner kam, bestellten sie diese neu und der Kellner sagte immer brav, ja. Aber die Sachen kamen nicht, weder die Pizza, noch die Lasagne. Schließlich kam der Oberkellner oder was auch immer und fragte, ob alles in Ordnung sei, woraufhin die beiden brav mit ja antworteten. Die Frau meines Cousins meinte energisch, dass eben nicht alles in Ordnung sei und wir schon seit geraumer Zeit auf die Pizza und/oder die Lasagne warten würden. Dieser Oberkellner rannte los. Nach kurzer Zeit kam er wieder und meinte, dass es nur noch zwei Minuten dauern würde. Die Pizza war dann aber schneller da. Da war der Cousin beleidigt, dass es bei ihr soviel schneller ging. Später bestellte die Tante, die schon keine Pizza bekommen hatte, die süße Pizza mit Schokolade und Erdbeeren. Das dauerte. Als wieder ein Kellner vorbeikam, fragte mein Onkel, wo seine Pizza mit Schokolade blieb (dieser Onkel, der zu Beginn schon zwei Stücke für sich bekommen hatte). Der Kellner war noch nicht ganz aus dem Gastraum raus, da kam die Pizza schon. Scheinbar werden in dieser Pizzaria manche Leute bevorzugt behandelt.

Umzug

Nach der kurzen Nacht nach der Formatura, sollte mein Umzug stattfinden. Dazu wollte ich noch meine übriggebliebenen Reais in Euro umtauschen und für meine Tante eine Vollmacht ausstellen lassen, für alle Dinge, die ich nicht geschafft oder vergessen hatte. Um es vorweg zu nehmen, ich habe es geschafft! Es war superstressig, bin den ganzen Tag gelaufen und hatte tatsächlich alle Koffer gepackt, bis meine andere Tante kam, um mich mit den Möbeln abzuholen. Am Abend war ich dafür dann auch sehr fertig und müde.

Formatura

An meinem letzten Freitag sollte mein Cousin seine Formatura - seine Abschlussfeier der achten Klasse haben. Bisher war ich noch nie auf einer brasilianischen Formatura und war sehr gespannt. Ich lieh mir ein Kleid von meiner Cousine aus, denn meine Kleider dünkten mir nicht standesgemäß. Schon Stunden vorher malträtierte ich den Spiegel und versuchte mich so schick wie möglich zu machen. Leider verlor ich meinen einen Ring im Abfluss. Dieser Verlust schmerzte mich, aber inzwischen hab ich mich daran gewöhnt... Eine Kollegin holte mich ab und wir fuhren den weiten Weg zum Club, indem die Feier stattfinden sollte. Dort angekommen, war ich über die übertriebene Aufmachung froh, denn so fiel ich nicht so sehr auf. Die Feier lässt sich in wenigen Worten beschreiben: Es gab eine Rede nach der anderen. Sie fing übrigens mit 1,5 Stunden Verspätung an. Dann war endlich das Buffet eröffnet, was die Küche nicht mitbekommen hat. Möglicherweise ist die bei den vielen Reden eingeschlafen und war schließlich überrascht, dass die Gäste auch noch etwas essen wollten. Zumindest waren wir recht am Anfang der Schlange und wollten diesen Platz nicht wieder aufgeben. So warteten wir 20-30 Minuten, bis die Türen zum Buffet schließlich aufgingen. Manche wollten schon durch Fenster klettern oder die Türen einschlagen, wir waren dann aber doch so wohl erzogen, dass es keine Unfälle gab.

Unterrichtssimulation

In der letzten Schulwoche, als kaum noch Schüler in die Schule kamen, ging ich so durch die Flure, um den Musikraum aufzuräumen. Als ich da so entlangging, hörte ich zunächst einen Lehrer reden. Kurze Zeit später sah ich, dass er in dem Klassenraum, vor dem Schreibtisch saß, den Laptop vor sich und redete wild gerstikulierend vor sich hin. Das machte mich neugierig, der hat Schüler? Wieviele denn? Ich lugte vorsichtig in den Klassenraum und sah... nichts, keine Schüler. Kurze Zeit später merkte ich, dass er über Skype telefonierte. Wir haben beide gelacht!

Montag, 28. Dezember 2009

Arztbesuch

Zum Abschluss einer Arbeitstelle, muss der Brasilianer zum Arzt gehen. Von dem Arzt hatte ich so einiges gehört und wollte da unter keinen Umständen alleine hingehen. So ging meine Tante mit. Aus Unwissenheit hatte ich nicht einmal meine Dokumente mit. So musste der Arzt mir glauben, dass ich ich sei und hat mich dann auch für gesund erklärt. Obwohl der Arzt mich nicht angefasst hat, war ich doch froh, dass ich in Begleitung kam, denn die Räumlichkeiten waren nicht gerade vertrauenserweckend. Zunächst der Fahrstuhl: Er war sehr eng, passten nur fünf Leute nach Beschreibung rein. Müssen aber echte Hungerhaken sein, denn zu dritt war er schon gut ausgefüllt. Der Fahrstuhl hielt auch nur alle zwei Etagen, so mussten wir eine Etage zu früh aussteigen und den Rest zu Fuß gehen. Als wir auf den Arzt warteten, hörten wir ihn auf der Toilette. Es hörte sich so an, als ob die Türe nicht geschlossen wäre, gesehen haben wir natürlich nichts. Hinter seinem Schreibtisch, er öffnete einmal die Tür, war wohl so etwas wie eine Küche. Dreckige Kisten übereinander gestapelt und auch sonst irgendwie nicht so einladend. Auf dem Rückweg wollten wir übrigens lieber die Treppe benutzen als den Fahrstuhl...

Abschiedsfeier mit den Lehrern

Die war am 16.12., einem Mittwoch. Deborah und ich waren noch ganz gemütlich in den Räumlichkeiten unterwegs, als eine Kollegin uns aufgeregt holte, Petra wolle noch mit uns sprechen. Deborah meinte ganz naiv, dass sie doch eben mit Petra gesprochen hätte. Ich meinte zu ihr, wir seien doch nicht dumm, dass uns auch andere Lehrer heimlich verfolgten... Da hatte auch sie begriffen, dass wir zu einer Überraschungsparty gingen! Das war ganz süß, wir bekamen je ein Paar Flipflops - beide waren gleichgroß. Meine waren eine Nummer zu groß, die von Deborah waren eine Nummer zu klein. Egal, die Tat zählt. Dann haben wir noch Badetücher mit eingestickten Namen bekommen. Darüber haben sich Deborah und ich besonders gefreut, da können wir uns besuchen und jeder hat SEIN Badetuch!

Abschied von Deborah

Am Montag, dem 14.12., war der Abschied von Deborah. Wir gingen ins Jardins Grill, einem etwas teurerem Restaurant. Deborah und mir fehlte etwas die Hintergrundmusik, so sangen wir einfach selbst. Auch sonst hatten wir unheimlich viel Spaß, kein Kellner war vor uns sicher. Natürlich war ich nicht der einzige Gast von Deborah, aber bestimmt einer der wichtigsten Leute :-) Leider war die Rechnung auch entsprechend hoch, die Summe hätte mich beinahe umgehauen. Zum Glück hatte ich noch Taxigeld für den Notfall dabei, so konnte ich die Rechnung ohne Peinlichkeiten bezahlen!

Abendessen mit den Lehrern

Die gemeinsame Weihnachtsfeier gestaltete sich in einem gemeinsamen Abendessen in der Schule. Dazu war extra ein Koch eingeladen, der für uns arabisch kochte. Nach dem Essen gab es die Geschenke. Da es in Brasilien immer nach den Vornamen geht, hab ich mich zurückgelehnt, U kommt im Alphabet ganz hinten. Als ich gerade die Stuhllehne berührte, hörte ich meinen Namen. Ich dachte, da verhör ich mich doch, doch alles schaute mich an und so bin ich aufgestanden und nach vorne gegangen. Ja, ich war die Erste, weil ich die Schule verlassen würde. Damit bekam ich ein Sondergeschenk. Danach wurde der Chef beschenkt, denn auch er verließ die Schule und dann erst kamen die regulären Geschenke. Eine "modische" Umhängetasche mit dem Logo der Schule drauf und ein Kochbuch.

Abschied von den Kindern

Am 09.12.2009 war es soweit, der letzte gemeinsame Schultag mit allen Kindern brach an. Am Ende des Tages weihte ich die Kinder ein, dass sie mich im nächsten Jahr nicht mehr sehen würden, da ich zurück nach Deutschland gehen würde. Ich wollte die Kinder nicht schocken. Die Kinder vom letzten Jahr, fragten ja bis zum Ende dieses Jahres, wo ihre alte Lehrerinnen geblieben waren und das wollte ich meinen Kindern nicht antun. In den nächsten zwei Tagen kam zunächst die eine Hälfte mit ihren Eltern, dann die andere. Gemeinsam haben wir Schultüten gebastelt. Die Kinder haben sehr schöne Schultüten gebastelt und sich von mir verabschiedet. Warum ich allerdings tonnenweise Seife bekommen habe, ist mir unklar :-)

Nikolaus

Auch in der Schule haben wir Nikolaus gefeiert. Dazu kam ein älterer Lehrer, als Nikolaus verkleidet, durch die Räume. Vorher hatte ich ihm zu jedem Schüler einen positiven und einen negativen Satz geschrieben. Dieser Lehrer rief jedes Kind einzeln zu sich und sagte ihm, was es gutes und auch schlechtes in diesem Jahr verbrochen hätte. Die Kinder waren überrascht, woher der Nikolaus soviel wusste. Leider respektierten sie diesen Besuch überhaupt nicht und schrien sich zum größten Teil die Kehle aus dem Leib, so dass der Mann kaum sprechen konnte. Zum Glück kannte er die Situation meiner Klasse, wusste, dass wir alle längst Ferienreif sind, sonst wäre ich in den Erdboden versunken...

Deborah in Witmarsum

Am ersten Wochenende im Dezember sind Deborah und ich nach Witmarsum gefahren, um dort das Wochenende zu verbringen. Während der Wartezeit sind Deborah und ich in ein Kaffee in Curitiba gegangen, wo es sehr leckere Torten gibt, die man pro Gramm bezahlt. So kann man sich von allem ein bisschen nehmen und schlemmen. Nach dieser Schlemmtour sind wir endlich mit unserer Mitfahrgelegenheit nach Witmarsum gefahren. Am Abend zogen wir uns "7 Zwerge" rein. Als wir endlich schlafen gehen wollten, war vor unserer Badezimmertür ein Frosch. Weil wir leider nicht so schnell reagierten, sprang der Frosch ins Bad. Da hatten wir den Salat. Nachdem alle Fangmöglichkeiten ausgeschöpft waren (ich holte sogar einen Eimer, um ihn über den Frosch zu stülpen), fanden wir uns damit ab. Es war ja schon spät, im Haus war keiner mehr wach. Am nächsten Morgen wollten wir aber nicht mit Frosch duschen gehen. So rief ich meine Tante (bei der wir wohnten) und bat sie, den Frosch zu entfernen. Leider war er verschwunden. Wir einigten uns darauf, dass er durch das Fenster gekrochen war.
Samstag Vormittag wurden wir zwei mit einem Puzzle (sehr groß, aber die Anzahl der Teile weiß ich nicht mehr) ruhiggestellt. Bis zum Ende des Wochenendes hatten wir es übrigens gelöst! Am Nachmittag sind wir ins Dorf gefahren, haben uns beim Weihnachtsbasar durchgefuttert, der Tanzgruppe zugeschaut, Käse gekauft und etwas durchs Dorf spaziert.
Als wir am Samstag Abend wieder ins Bett wollten, saß Heinz wieder im Bad (wir haben dem Frosch einen Namen gegeben). Diesmal war mein Onkel noch wach. Wir holten ihn und er fing den Frosch. Dann meinte er nur noch "Lauf" und zielte mit dem Frosch direkt in meine Richtung. Durch lautstarken Protest konnte ich jedoch diesen Angriff abwenden und endlich konnten wir das Bad problemlos benutzen!
Sonntag fuhren Deborah und ich mit einer weiteren Tante nach Vila Velha. Vila Velha heißt übersetzt, alte Stadt und ist aus Felsen oder sowas ähnliches. (Kurzer Überblick unter: http://www.brasilienportal.ch/index.cfm?nav=12,3,17,40,343) Zuerst mussten wir einen Film schauen, indem uns erklärt wurde, wie wir uns auf dem Gelände zu verhalten hätten. Interessanterweise waren wir die einzigen Zuschauer. Danach durften wir in den Touristenbus und durch die Landschaft von Vila Velha wandern. Manche Menschen würden sagen, dass alles auf Touristen abgestimmt ist. Falsch, die Touristen haben schon viel kaputt gemacht und der Bus, die Wege usw. schützen die alten Steine, die verschiedene Bilder (wie Schuh, Colaflasche usw.) zeigen.
Zurück in Curitiba fuhren wir mit dem Taxi nach Hause. Wir entschlossen uns, dass Deborah zuerst abgesetzt werden sollte. Das war auch gut so, denn in Curitiba war gerade ein Fußballspiel zuende. In diesem Fußballspiel entschied sich, dass die eine Mannschaft aus Curitiba von der ersten Liga in die zweite Liga absteigen müsste. Der Taxifahrer meinte schon, dass wir es vermutlich nicht schaffen würden, denn Deborah wohnte in der Nähe des Stadiums und wenn eine Mannschaft absteigt, dann gibt es (unübertrieben) Tote! Wir schafften es aber gerade noch und fuhren mit quietschenden Reifen davon. Am nächsten Tag konnten wir in der Zeitung lesen, wieviele an diesem Abend gestorben waren und wieviele nur verletzt wurden, es war schlimm...

Ein Blick zurück

Jetzt endlich finde ich die Zeit, euch von meinem letzten Erlebnissen in Brasilien zu erzählen. Die kommenden Blogeinträge sind also in der Vergangenheit zu lesen...

Sonntag, 27. Dezember 2009

Mein langer Weg zurück...

Bevor ich euch mit weiteren erlebten Details aus der Zeit in Brasilien langweile, möchte ich erstmal eure Sensationsgier über meinen Rückflug befriedigen!
Alles fing ganz harmlos an. Am 22.12.2009 wurde ich um 2:40 Uhr am Morgen sanft aus dem Bett und somit auch aus den schönen Träumen gerissen. Ich packte meine restlichen Sachen und schon um 3:30 Uhr saß ich im Auto, das mich zum Flughafen bringen sollte. Auf der Fahrt war ich abwechselnd total aufgedreht und völlig übermüdet. Am Flughafen angekommen, gab es schon Betrieb. Ich machte meinen Check-In und begab mich in die Warteräume. Da wir keine zwei Stunden vor dem Abflug da waren, durfte ich fast direkt ins Flugzeug steigen, das mich nach São Paulo brachte. Natürlich war im Flugzeug eine Schülerin aus der Schweizer Schule. Ich war ganz überrascht, aber so konnte ich nochmal mit ein paar netten Leuten quatschen. Dort angekommen, musste ich 7 Stunden und ein paar Minuten warten, bis mein Weiterflug ging. Ich suchte mir also ein nettes Plätzchen, fast direkt am Schalter und machte es mir gemütlich. In dieser Zeit las ich fast ein ganzes Buch auf Portugiesisch durch. Zwischendurch musste ich aufstehen oder andere Dinge tun, denn die Müdigkeit wollte mich packen. Ich wollte aber nicht alleine, mit soviel Gepäck am Flughafen einschlafen. Endlich ging es weiter! Ich lernte Johanna kennen, ein Mädel, die vier Monate Praktikum in Buenos Aires gemacht hat. Wir redeten ein bisschen und stiegen ins Flugzeug. Gleich nach dem Abflug schlief ich fest ein. Zwischendurch bekam ich mit, dass wir etwas zu trinken oder auch unser Abendessen bekamen, aber das interessierte mich jetzt nicht mehr. Mein Nachbar hörte auch wahnsinnig laut Flugzeugradio, aber auch das störte mich nicht. Nach 1,5 Stunden kam eine Nachricht vom Kapitän: "Bitte entschuldigen Sie die Störung. Anscheinend ist Öl in einen der Motoren gelaufen. Das ist kein Problem, wir können auch so weiter nach Deutschland fliegen. Wir sind gerade auf dem Rückflug nach São Paulo. Wir bedanken uns für Ihre Geduld!" Okay, hab ich mir gedacht, der wird schon wissen, was richtig ist. Meinen Anschlussflug hab ich damit verpasst. Ich schlief wieder ein, diese Nachricht konnte mich noch nicht wach halten. Doch schon die nächste Nachricht sollte mir mehr Angst machen: "Bitte entschuldigen Sie die Störung. Wenn Sie hinausschauen, sehen Sie auf jeder Seite weiße Streifen aus den Flügeln kommend. Das ist nichts aussergewöhnliches, wir müssen nur etwas Brennstoff herauslassen, da wir für drei Motoren zu schwer sind. Vielen Dank für Ihre Geduld!" Hm, Brennstoff rauslassen, wenn man auch mit drei Motoren bis Deutschland gekommen wäre? Tankt man soviel zuviel? Nun ja, wir flogen weiter, jetzt konnte ich allerdings nicht mehr schlafen. Schließlich und endlich kamen wir in São Paulo an. Aber was war das? Das Flughafengebäude düste nur so an uns vorbei. Wir waren zu schnell für die Landung... Aber nach zwei Vollbremsungen war auch dieses Problem gelöst und wir standen endlich, von Feuerwehrautos umgeben, auf dem Landeplatz. Wer es nicht weiß, Feuerwehrautos sind - zumindest am brasilianischen Flughafen - gelb und nicht rot, um die Leute nicht zu beunruhigen. Da wir in der Klasse ja das Thema Flugzeuge hatten, war mir diese Nachricht bekannt. Da standen wir nun und warteten etwa zwei Stunden. In dieser Zeit las ich etwas, denn tun konnte man nichts. Der Motor wurde überprüft und immer wieder bekamen wir Gäste Nachricht über den aktuellen Stand. Schließlich wurde uns gesagt, dass der Motor leider nicht so schnell zu reparieren sei und wir aussteigen sollten und in Hotels verfrachtet werden würden. So nahmen wir unser Gepäck und dabei fand ich nicht nur Johanna wieder, sondern wir lernten auch noch Harald (einen Österreicher) kennen. Wir nahmen unser Gepäck und folgten den anderen zu den Bussen. Im Ceasar Business (http://travel.hotels-and-discounts.com/hotel/propertydetails/218045/PHOTOS?isHRN=true&position=0) wurden wir drei untergebracht. Zunächst mussten wir lange Schlange stehen (in Brasilien müssen für einen Hotelaufenthalt unheimlich viele Daten aufgenommen werden). Dabei drängelten sich die Brasilianer und Italiener immer vor. Schließlich kamen wir dran. Wir gingen in unsere Zimmer. Ich schloss die Tür meines Zimmers auf und fand zwei offene Koffer darin - mein Zimmer war bewohnt. Ich schloss wieder ab und brachte meine Koffer zu Johanna ins Zimmer. Da man eine halbe Stunde umsonst im Internet sein konnte, nutzten Johanna und ich das aus und holten unsere PCs. Zu meinem Glück war mein Onkel gerade im Skype, so konnte ich ihm berichten, was passiert war und er konnte meine Eltern benachrichtigen. Als ich da so saß, hörte ich ein bekanntes Unrich. Ich schaute mich um, ich hatte mich doch niemandem vorgestellt. Da sah ich plötzlich zwei Schülerinnen aus der Schweizer Schule. Das tat ja fast gut, bekannte Gesichter zu sehen. Wir begrüßten uns und gingen weiter unsere Wege... Wir gingen zum Abendbrot, denn die Schlange war noch unheimlich lang zur Rezeption hin. Nach dem Abendbrot setzten wir uns noch gemeinsam an die Bar und warteten, bis keiner mehr auf die Rezeption wartete. Ich nannte den Leuten kurz mein Anliegen und bekam mit vielen Entschuldigungen eine neue Karte für ein anderes Zimmer. Ich holte einen Koffer und fuhr in die neunte Etage. Dort fand ich nur meine Zimmernummer nicht. Etwas verwirrt fuhr ich wieder runter und fragte, wie ich denn mein Zimmer finden könnte. Aber, aber, das musst du doch mit den Panoramafahrstühlen fahren. Ja, ist klar. Ich fuhr hoch, öffnete die Tür und dachte dann, dass man sich vertan hätte. Solch ein luxuriöses Zimmer ist doch bestimmt nicht für mich gedacht. Ich hatte nicht nur Dusche, ich hatte auch eine Badewanne und auch ein Telefon, direkt am Klo dran (falls man es mal braucht, um alle wichtigen Geschäfte auf einmal zu verrichten). Ich holte meinen zweiten Koffer bei Johanna ab und sagte zu ihr: "Du hast ein Zimmer und ich hab einen Traum!" Nach einer Nacht, in der ich wunderbar geschlafen habe, trafen wir uns zum Frühstück. Das war ein Festessen! Viel Auswahl und superleckeres Obst. Nach dem Frühstück bekamen wir weitere Informationen. Der Motor war ganz hinüber, es musste ein neuer aus Deutschland bestellt werden. Bis der ankommen würde, würden vier bis fünf Tage vergehen. Es würde jetzt ein neues Flugzeug aus Deutschland geholt werden, das erst gegen Mitternacht fliegen würde. Damit war klar, Heiligabend wäre ich nicht bei meinen Eltern. Am Anfang war es schwer, dann suchten wir die positive Seite. Schauten, was man denn so machen könnte und entschlossen uns, Mittag essen zu gehen, da wir so wenigstens an Trinkwasser rankamen. Wir verbrachten die ganze Mittagszeit 11:30 Uhr bis 15:30 Uhr im Restaurant und tranken hauptsächlich Wasser. Da Johanna ihren Schlaf noch nicht nachgeholt hatte, ging sie ins Bett und Harald und ich schauten die Anlage mal genauer an. Dabei fanden wir einen Billardtisch und spielten Billard. Nun ja, wenn es nach meinen Sprüchen ging, hätte ich bestimmt gewonnen, so hab ich nicht ganz gewonnen. Wir hatten aber alle viel Spaß, denn es gesellten sich noch andere Fluggäste dazu. Schließlich ging ich zurück auf mein Zimmer, um meine Sachen zu packen. Ich telefonierte auch gleich mit meiner Mama, um eine Flugverbindung von München Richtung Nähe meiner Eltern herauszufinden. Nach dem Auschecken ging es nochmal ins Restaurant, zum Abendbrot. Dann ging es in den Bus und Richtung Flughafen. Dort mussten wir wieder lange Schlange stehen, denn alle Passagiere mussten ihre Koffer neu abgeben und mindestens die Hälfte wollte einen Weiterflug. Wir hatten inzwischen noch eine Begleiterin gefunden, die Andrea, und hatten unheimlich viel Spaß miteinander. Endlich war ich am Schalter. Ich fragte nach einem Anschlussflug und erhielt die Nachricht, dass das nicht gehen würde. Ich bat also darum, meine Mama anrufen zu dürfen, damit sie mir von Deutschland aus wenigstens einen Platz in irgendeiner Maschine reservieren könnte. Der nette Herr bat mich ins Reisebüro, auf der anderen Seite der Schalter. So ging ich um die Schalter und wartete höflich an der Tür des Reisebüros.
An dieser Stelle möchte ich kurz den Unterschied im Verhalten der Deutschen zum Verhalten der Brasilianer aufzeichnen: Während sich die Deutschen schnell mit der Tatsache abfanden, ruhig und sogar lustig waren, brüllten und tobten die Brasilianer, gingen auf sämtliche Deutsche los (auch mich wollten sie schlagen, weil ich Deutsche, also verantwortlich für die Lufthansa bin). Im Hotel rotteten sich die Brasilianer zusammen, fanden unter den Passagieren einen deutschen Anwalt und wollten eine Sammelklage gegen die Lufthansa starten. Das sollte in Deutschland sein, damit sie mehr Geld bekämen, denn in Brasilien würde diese Klage niemals durchkommen. Ich hab das Problem nicht erkannt. Ja, wir haben Heiligabend verpasst. Ja, manche waren nichtmal zu Weihnachten dort, wo sie sein wollten. Aber wir lagen auch nicht am Meeresgrund. Die Lufthansa hat kompetent reagiert, hat ihre Möglichkeiten ausgeschöpft und sich gegen Geld und für unsere Sicherheit entschieden. Denn unser verlängerter Aufenthalt in Brasilien hat der Gesellschaft viel Geld gekostet!
An der Tür des Reisebüros bekam ich also mit, wie wieder ein paar Brasilianer vor sich hintobten und die Angestellten, die das schon den ganzen Tag hatten, gar nicht mehr richtig auf diese Menschen reagierten. Der eine schrie, dass bei unserer Notlandung keine Feuerwehr da war. Dem erklärte ich, dass sehr wohl Feuerwehr da war und dass die Feuerwehr am Flughafen eben gelb sei und nicht rot. Dann brüllte er, dass wir im Hotel keine Nachrichten bekommen hätten. Daraufhin erklärte ich, dass ich sehr wohl alle Nachrichten bekommen hätte. Das Personal sei unhöflich gewesen und hätte ihn wie den letzten Dreck behandelt. Ich meinte, dass das Personal mir gegenüber sehr freundlich gewesen wäre und ich keine Probleme gehabt hätte. Als er weiter tobte und ich nicht mehr alles verstand, stand ich wieder leise an der Tür. Irgendwann fragte der Chef der brasilianischen Lufthansa einen Mitarbeiter, was die denn da macht. Er wusste es auch nicht. So sprach der Chef mich an und ich erklärte ihm, dass sein Mitarbeiter mir angeboten hätte, dass ich nach Deutschland anrufen könnte. Er wollte wissen, warum ich anrufen wollte und ich erklärte ihm, dass ich gerne einen Inlandflug in Deutschland reservieren lassen würde. Er fragte, ob er mir diesen Inlandflug buchen dürfte. Da hab ich ihm erklärt, dass er das ja nicht dürfte, zumindest wurde es mir am Schalter so erklärt. Doch, er könnte das und ist direkt zu den Schaltern gegangen und hat es seinen Mitarbeitern auch gesagt. Dann hat er für mich den Flug rausgesucht und gebucht. Danach fragte er, ob mein Gepäck schon durchgecheckt ist. Nein, ich wusste ja nicht, ob das gehen würde. So sandte er einen Mitarbeiter zur Abfertigungshalle und lies meinen Koffer umleiten, sodass er bis Hannover durchging. Leider könnte er nur mein Ticket nicht ausdrucken, aber ich hätte hier ein Papier, da stünde alles drauf. Okay, das war aber nett. Vielleicht könnten Sie dann auch den Weiterflug meiner Freundin Johanna buchen? Wohin will die denn? Nach Leipzig. Aber da geht kein Flug hin. Doch, doch, meine Mama hat einen rausgesucht, um 20:35 Uhr. Wir suchten gemeinsam, bis wir diesen Flug endlich fanden. In der Zwischenzeit erzählte ich ihm, dass Johanna eigentlich ihre Eltern zu Weihnachten überraschen wollte, dass diese Überraschung leider nicht ganz so geklappt hätte... Er brauchte dann noch den vollständigen Namen, den hatte ich aber nicht. Okay, dann würde er alles vorbereiten und Johanna müsste sich am Boardingschalter melden. Voller Freude bin ich losgezogen, hab auch schnell die anderen drei gefunden. Bin zu Johanna gegangen und habe ihr gesagt, dass ich einen Flug gebucht hätte, um 20:35 Uhr, nach Leipzig auf eine gewisse Johanna. Die hat sich wahnsinnig gefreut! Ist zum Schalter gegangen. Es hat alles noch eine Weile gedauert, aber dann hatte auch sie ihre Weiterflugmöglichkeit in der Hand. Ich hab mir gedacht, dass man - zumindest beim brasilianischen Lufthansapersonal - mit Freundlichkeit viel weiter kommt, als mit dem Schreien und Toben. Endlich stiegen wir ins Flugzeug. Es war riesig (Airbus Typ A340)! Der Kapitän erklärte uns auch, dass es absichtlich so sei, damit möglichst alle Fluggäste zwei Plätze für sich hätten, um ausruhen zu können. Leider konnte ich kaum schlafen, denn bei jedem kleinen Ruckeln bin ich aufgewacht und habe Angstzustände bekommen. So habe ich gelesen und zwei Filme geschaut. Endlich kamen wir an! In München waren wir etwas früh dran. Ich fand einen Edeka und kaufte mir schnell noch eine Flasche Wasser, bevor alle Läden zumachten, denn inzwischen war es 16:30 Uhr - Heiligabend... Vor dem Check-In saßen noch mehr Leute die nach Hannover wollten. Davon hatte nur ich ein Ticket. Zwei brasilianische Mädchen, die weder deutsch noch englisch sprachen, hatten mich schon in São Paulo angesprochen, ob ich ihnen nicht in Deutschland helfen könnte. So versuchte ich ihnen zu helfen, schickte sie aber in die falsche Richtung. Als sie nicht wiederkamen, bekam ich Angst und rannte los. Zunächst bis dahin, wo ich sie geschickt hatte, dann bis dahin, wo sie eigentlich hinwollten. Ich fragte nach, ob sie gesehen wurden. Schließlich war ich am Lufthansaschalter gelandet. Dort fragte ich wieder nach. Und weil ich schon dabei war, erzählte ich dem Mann am Schalter, dass beim Condorschalter eine Menge von den Fluggästen aus meinem Flugzeug waren, die kein Ticket mehr hatten. Ich fragte ihn, ob es vielleicht eine Möglichkeit gäbe, diesen Leuten das Einchecken zu erleichtern. Er sprach mit der Chefin, rief bei Condor an und warnte die Leute erstmal. Dann ging er selbst zu dem Schalter, öffnete einen eigenen Lufthansaschalter und half den Leuten, einen Platz nach Hannover zu bekommen. Danach bedankte er sich ganz herzlich bei mir. Als um 20:45 Uhr die Maschine endlich nach Hannover ging, war ich froh! Am 24.12., gegen Mitternacht war ich endlich bei meinen Eltern angekommen!

Freitag, 25. Dezember 2009

ANGEKOMMEN

Mit nur 40 Stunden Verspätung, bin ich am 24.12. etwas kurz vor Mitternacht bei meinen Eltern angekommen! Wie alles genau war, schreib ich ausführlich in den nächsten Tagen. Heute möchte ich erstmal Weihnachten feiern :-)

Montag, 21. Dezember 2009

Zum Schluss

Möchte ich hier aus Brasilien nur noch schreiben, dass ich die Endberichte aus Deutschland schreiben werde... An alle, die gerne eine Kleinigkeit bekommen hätten, muss ich sagen, dass ich mich sehr bemüht habe... wenigstens meine Sachen zum größten Teil mitzubekommen. Die Koffer sind gepackt, vieles musste hierbleiben. So haben alle, die von Brasilien nach Deutschland kommen, wenigstens schon ein Geschenk für mich, müssen nichts ausgeben, nur etwas aus dem Schrank aussuchen ;-)

Also: Deutschland, bereite dich vor, ich komme wieder!

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Arbeit...

Die gibts gerade wieder mehr als genug! Das vierte Bimester ist fast um und die Zeugnisnoten müssen eingegeben werden. So habe ich heute gefühlte 1000 Noten eingegeben und 3,5 Stunden dafür am PC gesessen. Glücklicherweise hatte ich einen Großteil schon in den letzten Tagen gemacht, so ging es heute sogar recht schnell. Die Arbeit erleichtert hat mir frischer und selbstgemachter Brombeersaft und Musik von einem kanadischen Radiosender!

Jetzt muss ich nur noch die Tasche fürs Wochenende packen und dann darf ich hoffentlich bald ins Bett!

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Zum Fressen gern...

Anscheinend haben mich Flöhe, oder was auch immer mit mir im Zimmer lebt, zum Fressen gern. Kaum verheilen die Füße, sind meine Oberschenkel dran. Kann vor lauter Stiche kaum noch sitzen...

Aber nicht nur Tiere können beissen! In meiner Klasse hat heute ein Junge einen anderen in den Oberarm gebissen. Angeblich haben sie zusammen gespielt. Darunter verstehe ich aber nicht einen blau-roten Abdruck von den Zähnen... Nun ja, dieser Junge musste zur Schulleiterin und hat hoffentlich gelernt, dass er seine Freunde nicht beissen darf!

Dienstag, 1. Dezember 2009

Nustige Gesennen

Deborah und ich hatten heute eine aussergewöhnlich lustige Mittagspause, also eigentlich wie immer :-) Zuerst hat Deborah mich gefragt, ob ich Kägi-fret möchte. Da hatte ich einen neuen Spitznamen entdeckt und schon hieß Joel so. Eigentlich ist das nichts anderes, als die Schweizer Version vom Kit-Kat.

Kurze Zeit später hatten wir einen kneinen "L"-Schaden und sprachen statt "L" nur noch "N", was sehr nustig ist, wenn man es eine zeitnang macht. Pfnastersteine war anscheinend Deborahs Niebningswort.

Natürlich gab es wieder viele Weisheiten über das Leben, mit denen ich hier aber niemanden überfordern möchte...

Montag, 30. November 2009

Nachbesprechung

Heute haben wir die Kinder der Band aufgefordert, alles zu sagen, was ihnen am Samstag nicht gepasst hat. Sie haben gute konstruktive Kritik geleistet und natürlich war viel mehr passiert, als das, was wir Leiter mitbekommen haben. Diese blöden Techniker haben die Kinder richtig gequält! Mal schauen, ob ein kritisches Gespräch mit dem Schulleiter helfen wird...

Sonntag, 29. November 2009

Natürliche Betäubung

Heute war ich auf einem Hof, der sehr reichen Menschen gehört. Alles war wunderschön, jedoch hatten diese Menschen Borrachudos. Ich merkte es leider zu spät und schon waren meine Füße zerbissen. Toll, endlich lassen sich meine Arme wieder blicken, sehen meine Füße so aus... Mein rechter Fuß ist sogar teilweise betäubt, kann ihn dort nicht richtig spüren und ihn auch nicht richtig bewegen. Hoffentlich ist das bis morgen wieder weg!

Und plötzlich

haben wir den ersten Advent! Hab mich gestern noch gewundert, warum im Radio soviel Weihnachtsmusik kam, heute hab ich es im Kalender gelesen. Ansonsten kann man sich wohl kaum vorstellen, dass wir schon in der Weihnachtszeit sind, bei fast 30° draussen...

Feirinha

Heute haben meine Tante und ich einen Besuch auf der Feirinha gemacht (solltest du jemals in Curitiba zu Besuch sein, besuche am Sonntag die Feirinha. Das ist ein Markt, an dem unheimlich viele unterschiedliche und gute Sachen verkauft werden. Dazu gibts auf verschiedenen Stellen Livemusik). Es war voll und heiß (hab sogar einen Sonnenbrand), aber absolut erfolgreich! An einem Stand wollte ich indianische Musikinstrumente kaufen und besprach mich mit meiner Tante, welche Instrumente nicht komische Zeichen hätten. Der Junge hinterm Stand fragte auf einmal, ob wir Amerikaner wären. Nein, meinte ich, eine Deutsche, die andere Brasilianerin. Er schaute und fragte, ob meine Tante die Deutsche wäre. So habe ich ihm erklärt, dass ich die Deutsche sei und meine Tante die Brasilianerin. Das konnte er fast nicht glauben. Ich nehme mal an, dass sich mein Portugiesisch gebessert hat :-)

Basar in der Schweizer-Schule

Gestern war es endlich soweit, wir hatten Basar an der Schule. Alles fing ganz gut an. Fast alle Kinder waren rechtzeitig beim Treffpunkt und auch die Eltern waren rechtzeitig wieder aus dem Klassenraum draussen. Verkleidet gingen wir geordnet zum Sportplatz, wo die Tänze stattfinden sollten. Seit etwa 9 Uhr war es so schwül, dass ich schon beim Sitzen vollständig durchnässt war. Jetzt, gegen 11:30 Uhr ging es kaum zu ertragen. Wenigstens hatte sich die Sonne hinter dicken Wolken verkrochen. Wir hatten unseren Aufmarsch zur Herbstmusik von Vivaldi und setzten uns auf unsere Plätze. Die Spielgruppen tanzten, der Kindergarten 1 tanzte, der Kindergarten 2 wollte gerade anfangen, da begann ein Platzregen. Alle Menschen sammelten nur ihre Kinder ein und liefen unters Dach. Da dieser Platzregen zwar so stark wie ein Platzregen war, aber nicht mehr aufhörte, verlagerten wir die weiteren Vorführungen in die Turnhalle (was von Anfang an hätte gemacht werden sollen, wo aber ein Mensch dieser Schule den Blick nicht für hatte). Die Jungen tanzten gut zur Musik "Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da". Danach kamen unsere, als Prinzessinnen verkleidete Mädchen und tanzten zur Musik "Die Eisprinzessin". Das Publikum war beeidruckt, es sah aber auch unheimlich süß aus. Zum Schluss dieses Teils tanzte unsere Klasse noch zum Lied von Rolf Zuckowsky "Wir wollen Sonne", was in dem Moment möglicherweise jeder dachte.

Endlich hatte ich eine kleine Pause. Ich gönnte mir etwas zu Essen und fing dann an, die Jungs und Mädels für das Einsingen zu sammeln. Wir sangen uns ein und ich merkte schon, die Stimmung war nicht so gut. Als ich den Raum verließ und mit Joel sprach, merkte ich, dass die Stimmung auch ausserhalb des Raumes nicht die beste war. Leider war wieder dieser Tontechniker angestellt worden, der von nichts eine Ahnung hat. Der Bass war dreimal zu laut gestellt, Backing dafür nicht hörbar. Gleiches galt auch für das Schlagzeug, die tiefen Töne waren zu laut, die Becken nicht hörbar. Wenn wir etwas gesagt haben, dass es zu laut wäre, hat er alles ganz abgestellt. Wenn wir gebeten haben, dass er es etwas lauter stellt, dann hat er gleich ganz laut aufgedreht. Für manche Lieder haben wir gebeten, dass die Nebelmaschine abgestellt wird, dann wurde sie natürlich extra aufgedreht. So war der Sound sehr schlecht und insgesamt einfach dröhnend, so dass mehrere Leute einfach gegangen sind (ich kann es ihnen nicht verdenken). Auch ich habe mich zwischendurch einfach nach draussen verzogen, damit die Ohren sich erholen konnten. Gemein fand ich es einfach den Schülern gegenüber, die so lange geübt haben und denen dieser Mensch einfach den Auftritt und den Tag verdorben hat.

Natürlich gab es auch mehrere schöne Momente: Die Band hatte mir vorher schon verraten, dass es eine Überraschung für den Schulleiter und für Joel als Bandleiter geben würde. Das war genug, damit ich nicht misstrauisch wurde, denn die Überraschung sollte auch mir gelten. So bekam ich als Dankeschön für meine Arbeit in der Band eine große Dose mit vielen verschiedenen Sorten Kaffee und anderen Leckereien. Das fand ich sehr süß!

Dann kam noch eine Mutter eines Kindes aus meiner Klasse auf mich zu und fing ein Gespräch mit mir an. Unter anderem fragte sie, ob ich wüsste, was ihr Sohn von mir halten würde. Natürlich weiß ich sowas nicht. Sie meinte, er würde mich "Honigblume" (Flor de mel) nennen. Sie wusste nicht, woher er diesen Ausdruck hatte. Ich fand das unheimlich süß!

Freitag, 27. November 2009

Üben, üben, üben...

Morgen ist das letzte große Fest an der Schule, an dem ich mitmachen werde. Dafür wurde wieder viel geübt und vorbereitet. Bin mal gespannt, ob das Fest auch gut wird...

Mittwoch, 25. November 2009

Papageien

Als ich heute in den Supermarkt ging, fiel mir ein lautes Geräusch über mir auf. Ich schaute nach oben und da waren tatsächlich wilde Papageien im Baum. Ich war überrascht, in einer Großstadt, diese Papageienart zu sehen, aber es hat mich gefreut. Es sind übrigens diese Papageien gewesen, die die Größe eines Wellensittichs haben. Voll süß!

Der Kuchen

Gestern Abend wollte ich einen Restekuchen backen, um so Dinge wie Mehl u.ä. aufzubrauchen. Ich hatte allerdings nicht mehr viel Mehl und keine Margarine mehr. Die Margarine tauschte ich dann gegen Milchmädchen aus, was ja auch sehr fetthaltig ist. Vom Mehl her schaute ich direkt nach einem Rezept, wo nicht soviel Mehr gebraucht wird. Ich warf alles zusammen und dachte mir so: "Das ist aber ganz schön wenig Teig für einen Kuchen!" So nahm ich eine kleine Form, füllte den Teig rein und steckte alles in den Backofen. Nach einer Zeit nahm ich den Kuchen kurz raus. Der war richtig schön aufgegangen, bis an den oberen Rand der Kuchenform. Ich schüttete etwas Milchmädchen über und war der Meinung, dass der jetzt wohl zusammenfallen würde. Von wegen, der ist weiter aufgegangen und als ich nach fünf Minuten wieder kam, war der halbe Teig im Backofen verteilt. Leider ist der Rest dann nicht ganz gar geworden, ich habe den Kuchen kurzerhand aus dem Ofen genommen. Er ist auch wieder ganz in sich zusammen gefallen. Da der halbe Teig im Ofen verteilt ist und nur noch der Rest in der Form ist das jetzt wirklich ein ganz kleiner Kuchen...

Dienstag, 24. November 2009

Zahnbürste

Anscheinend habe ich nach etwa einem Jahr eine Zahnbürste gefunden, die sich länger als eine Woche hält. Zumindest putze ich mit dieser Zahnbürste schon seit 10 Tagen und sie ist noch nicht "welk". Das hatte ich ja nicht mehr gedacht, dass ich hier eine finden würde, dabei hatte ich schon fast alle aus meinem Supermarkt durch. Jetzt habe ich zum ersten Mal eine No-Name gekauft, die hat den Schwingkopf, wie die von Dr. Best. Jetzt kann ich endlich wieder richtig Zähne putzen!!!

Stich

Meine Arme sind zerstochen! Schon gestern Morgen sah ich, dass mein rechter Arm so ziemlich zerstochen ist und heute war mein linker Arm auch völlig zerstochen. Inzwischen sind auch schon beide Beine recht zerstochen und mein Bauch auch... Nun rätseln natürlich alle, was das sein könnte... Manche Lehrer tippen auf Mücken, andere wiederum auf Flöhe und eine Lehrerin meinte, dass das eine Sonnenallergie sei. Mein Bett hab ich durchsucht, einen Floh habe ich nicht gefunden. Alles Lebendige hab ich in meinem Zimmer totgeschlagen (bis auf meine tollen Pflanzen, die leben immer noch) und für die Sonne hab ich zur Zeit auch keine Zeit... Hoffentlich wird es wieder besser, denn das Zeug juckt!

Montag, 23. November 2009

Besonderer Gottesdienst

Gestern war ein besonderer Gottesdienst. Es wurde die Auswanderung der Menschen hier aus Russland gefeiert (etwa 80 Jahre her). Dazu gab es Berichte (sehr spannend), Fotos (sehr alt) und plattdeutsche Lieder! Als der Gottesdienst zuende war, gabs noch einen heftigen Regen. Ich brauchte meinen Rucksack und meine Cousine meinte, dass sie für mich das Auto näher stellen würde, damit ich nicht so nass würde. Sie hat mir sogar den Rucksack reingebracht, dafür musste ich sie - patschnass - umarmen! Dann war ich auch nass...

Churrasco

Da machen sich die Leute hier wohl um meinen Fleischkonsum sorgen :-) Am Samstag bekam ich zu Mittag sehr guten Churrasco, zum Abendessen nochmal einen besonders guten Churrasco und am Sonntag zu Mittag wieder einen guten Churrasco.

Knaps

Das ist ein Spiel, das ich gestern kennen lernen durfte und das schon mein Vater gespielt hat. Ich weiß leider nicht genau, wie man das rechtschreiblich richtig schreibt, ob das - nach Erfindung der Schrift - überhaupt schonmal aufgeschrieben wurde... Anscheinend ist das Spiel nur in der Gegend von Paraguay/Brasilien Grenzbereich bekannt. Es hat für mich etwas wie Billard. Es gibt weiße und schwarze Holzknöpfe. Jeder Spieler (man kann es zu zweit oder als Team zu viert spielen) bekommt einen Klopper, einen größeren Knopf aus Holz. Diesen schießt man mit dem Mittelfinger auf seine Knöpfe und versucht sie so in eines der vier Löcher zu versenken. Dazu gibt es noch fünf Könige, die drei von den eigenen Knöpfen gelten. Ich hab schon beschlossen, dass ich dieses Spiel in Deutschland für mich bauen lassen werde und lade jetzt schon zum Knapsspielen ein!

Hundeliebe?!

Wer mich kennt weiß, dass das unmöglich ist. Völlig geschockt musste ich jedoch feststellen, dass ich am letzten Wochenende einen Hund liebgewonnen habe. Er erschlich sich meine Liebe, indem er mir überall hingefolgt ist und schlussendlich sogar aufs Wort gehorcht hat. Für mich hat er sich sogar auf den Rücken gelegt, damit ich ihn mit dem Fuß, bzw. Schlappen streicheln konnte (mit der Hand hab ich ihn nicht einmal angefasst). Das macht er sonst nicht so leicht... Besonders schön war er übrigens nicht. Wegen der Hitze hat meine Cousine ihm einfach seine Haare geschnitten, sah mehr verschnitten aus, war also eher eine praktische Frisur :-)

Samstag, 21. November 2009

Tierchen...

Gestern Abend war eine Fliege (so'n dicker Brummer) und zwei Mücken in mein Zimmer gelangt. So verbrachte ich den Abend teilweise mit dem Jagen dieser Tierchen. Irgendwann hab ich gedacht, dass es auch egal sei und bin ins Bett gegangen. Heute Morgen, als ich nach dem Duschen mein Bett machte, krabelte eine grosse, braune Spinne aus der Decke heraus. Diese braunen Spinnen sind gefährlich, wenn man einen Stich von denen hat, kann man daran sterben. So gab ich einen Schrei von mir, holte Toilettenpapier (werde die Spinne ja nicht auf meinem Bett zerquetschen) und quetschte sie ins Toilettenpapier. Vorher habe ich der Spinne und auch mir, ganz Lehrerin-like, Transparenz gegeben, was jetzt passieren würde und was ich von ihr (der Spinne) erwarte. Dass ich sie jetzt also töten wollte und dass sie sich das gefälligst beim ersten Mal schon erwischen lassen soll. Das hat anscheinend geholfen, denn die Spinne hat mir keine Probleme gemacht. Danach juckte hier was und da was, aber scheinbar hatte mich dich Spinne nicht erwischt :-)

Donnerstag, 19. November 2009

Sehr Teig!

Ist hier ein totales Modewort - natürlich auf Portugiesisch, aber auf Deutsch hört es sich nochmal so schön an. Heißt einfach nicht mehr als "sehr cool" und hört sich hier so an: "Muito massa!" Ich habe mich erkundigt, es heißt wirklich "sehr Teig" und nicht "viel Teig", "viel Teig" würde auf Portugiesisch "muita massa" heißen... Vielleicht setzt es sich in Deutschland ja auch irgendwann durch ;-)

Gesundes Frühstück mal anders

Wir haben in dieser Woche gesundes Essen als Thema und dazu gab es heute ein gemeinsames und gesundes Frühstück. Ich glaube ein Deutscher hat ziemlich genaue Vorstellungen von einem gesunden Frühstück. Ich hatte zumindest welche... Sagen wir mal, es gibt Übereinstimmungen: Es gab Tomaten, Mais und eingelegte Gurken. Von weißem Toastbrot, Schinken, Käse, Mayo und Saft war ich aber nicht so sehr überzeugt :-) Da hat mir der Obstsalat (als Nachtisch) doch gesünder gedünkt...

Das war so klar

Nach etwa einem halben Jahr schneide ich in der Schule wieder Obst. Schon als ich das Messer in die Hand nahm, dachte ich, dass das nicht gut gehen würde. Und wirklich, bei den Kiwis schneide ich mir in den linken Daumen. Ein kurzer Schrei, ein Pflaster und schon geht es weiter. Bei den Orangen treffe ich dann den rechten Daumen. Gut, hab ich zwei Pflaster. Als ich jedoch weiterschneide, sehe ich plötzlich eher eine Blutorange, als eine richtige Orange. Da hab ich meine Kollegin gebeten, weiter zu schneiden, mein linker Daumen hat einfach total geblutet!

Mittwoch, 18. November 2009

Aufräumaktion!

Endlich habe ich mal wieder die Zeit gefunden, mein Zimmer aufzuräumen. Das war aber auch nötig, der Staub lag schon dicke... Wenn das so weitergeht, werde ich erst beim Auszug wieder die Zeit zum putzen finden! Apropos Auszug: Nur noch genau einen Monat, dann ist die Schule hier für mich vorbei. Das ist mir heute bewusst geworden. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht!

Dienstag, 17. November 2009

Wo sind nur unsere Kinder geblieben?

Das war die Frage, die Giliane und ich uns am Montag stellten. Unsere Kinder sind nicht einfach und sie stellen viel an, aber Montag waren sie besonders schlimm und wir beide waren am Mittag völlig fertig... So kam es, dass Kinder aus dem Kindergarten II vor unseren Türen mit Erde auf Plakaten für den Basar malten. Einer unserer Jungs ist dahin gegangen, hat das Plakat genommen und ausgeschüttelt und somit die Arbeit zerstört. Es gab keinen Grund, einfach nur Zerstörungswut. Dieser Junge war übrigens nicht der, der am Anfang für soviel Arbeit geleistet hat. Es ist der, der die Rolle übernommen hat.

Der andere hatte sich in letzter Zeit sehr ruhig gehalten. Leider beschloss er das am Freitag zu ändern und warf einen ziegelsteingroßen Stein auf den Mann, der den Verkehr beim Pitstop regelt. Den Grund haben wir bisher noch nicht herausgefunden, angeblich wollte der Jungen den Mann vor etwas schützen, aber mit solch einem Stein???

Jabuticaba

Am Samstag bin ich zwei Stunden bis zu meinem Opa gelaufen. Es war unheimlich schwül und ich hatte das Gefühl, es ging nicht voran (die Strecke ist auch in 1,5 Stunden zu schaffen). Da es nach Regen aussah, gingen mein Opa und ich direkt Jabuticaba pflücken (interessante Frucht, schmeckt etwas nach Heidelbeere: http://kapriplantas.com/kapri/imgprods/jabuticaba_.jpg als Foto und http://www.obst-gemuese.at/product/pages/jabuticaba mit Erklärung). Wir standen unterm Baum, als ich erste Regentropfen spürte. Ich schaute den Himmel an und meinte nur noch zu meinem Opa, dass wir besser sofort reingehen sollten. Wir waren kaum im Haus, als ein heftiges Gewitter, mit starkem Sturm ausbrach. Natürlich regnete es an verschiedenen Stellen rein (am Montag haben wir sogar noch Stellen in der Schule gefunden, wo das Wasser noch stand) und der Strom fiel auch aus... Nach etwa einer halben Stunde war das "Strömen" aber vorbei und wieder schönes Wetter!

Wetter

Der Tag beginnt zur Zeit immer recht kühl, völlig bewölkt und irgendwie ungemütlich. Das bleibt nicht so, leider aber bis fast 11 Uhr, so dass man sich trotzdem warm anmumpeln muss... Danach wird es sehr, sehr heiss, so dass einem der Schweiss schon vom Sitzen runterläuft. Sich angemessen zu kleiden geht nur in etwa: Am Morgen kann man noch fast die Winterjacke rausholen. Am Nachmittag ist Bikini die einzige Möglichkeit :-) Das habe ich aber in der Schule noch nicht ausprobiert...

São Paulo II

Jetzt ist es leider länger geworden, bis ich wieder Zeit für meinen Blog finde... Aber heute möchte ich den Rest über die Zeit in São Paulo berichten:

Nach dem vorbildlichem Aufräumen der Sachen, fuhren wir ins Hotel zurück. Wir nahmen an, dass die Rückfahrt diesmal schneller gehen würde, da der Busfahrer die Strecke ja schon einmal fuhr. Scheinbar hatte er sich aber vorgenommen, genau die gleiche Strecke zu fahren, die er auch am Vorabend fuhr. Leider hat er ein paar der Straßen vergessen, oder sich verzählt, zumindest kamen wir nach nur 30 Minuten im Hotel an (ich erinnere, wir fuhren 4 km). Am Abend bekamen alle Teilnehmer ein Abendessen von der Schule spendiert.

Am Sonntag fuhren wir wieder zurück nach Curitiba. Die Rückreise war relativ unspektakulär. Leider begann es zu regnen, also mehr zu strömen. Der Bus kam trotzdem gut durch. Als wir in der Schule ankamen, merkten wir, dass der Kofferraum mit unserem Equipment nass geworden war. So packten wir alles schnell in den Musikraum und gleich aus, nicht, dass alles kaputt geht. Scheinbar hat alles die Wanne überstanden, zumindest hab ich noch keine Klagen gehört...

Völlig übermüdet fuhr ich nach Hause, nur um am Montag dann direkt wieder zur Arbeit zu fahren...

Mittwoch, 11. November 2009

Herbst?

Schon letzte Woche fiel mir auf, dass die Bäume ihre Blätter gelb färben und fallen lassen. Auf der Fahrt nach São Paulo habe ich mir dann überlegt, dass es den Bäumen wie uns geht. Das Wetter ist so schnell von Winter auf Sommer gesprungen, dass die Bäume schonmal Herbst spielen, bevor wieder der Winter einbricht. Prompt gibts seit Sonntag immer wieder starke Regenschauer und Sturmwinde...

Über São Paulo schreibe ich wieder, wenn ich etwas mehr Zeit finde...

Dienstag, 10. November 2009

São Paulo

Wahrscheinlich warten einige von euch schon ganz gespannt auf meinen Bericht über den Wochenendausflug nach São Paulo? Nun ja, ich erhole mich langsam und werde euch heute etwas berichten:

Am Freitag, gleich nach der Schule ging es los. Vor der Schule stand ein relativ gemütlicher Bus, in den wir einstiegen, je nach Alter eher weiter nach vorne oder nach hinten... Die Fahrt war wirklich nett. Wir hielten einmal an und kamen nach 6,5 Stunden endlich in São Paulo an. Zuerst packten wir alle Instrumente in die Schule, dann ging es ab zum Hotel. Nun ist es hier nicht normal, dass der Busfahrer die Qualitäten der Orientierung oder der Straßenkenntnis hat. So brauchten wir für die 4 Kilometer bis zum Hotel auch nur 40 Minuten. Irgendwann wurde es sogar den Schülern zu bunt, als wir nämlich das dritte Mal an der gleichen Stelle waren.

Am Abend wollten wir mit der ganzen Gruppe im Shopping gegenüber Essen gehen. Mutig überquerten wir die Straße, nur um direkt in eine Gang reinzulaufen. Der Direktor sorgte aber schnell dafür, dass wir wieder aus der Gang rauskamen und uns kurz sammelten. Eine der Lehrerinnen ging vor und wir hatten jeder nur eine Aufgabe: Den Blick immer auf den Bekannten vor uns zu richten. So kamen wir bis zu den Sicherheitsbeamten, die gerade den Shopping sperren wollten (wegen der Gang und der Angst vor Randalen/Überfällen usw.). Die Lehrerin sprach mit dem Sicherheitspersonal und konnte sie überzeugen, dass wir wirklich Gäste aus der Schweizerschule in Curitiba waren. So musste sie neben den zwei "Bullen" stehen und sagen, wer dazugehörte und wer nicht. Wer sich dazwischen mogelte, wurde schonungslos zur Seite geschubst, aber wir kamen alle wohlbehalten durch.

Das gemeinsame Essen war dann doch irgendwie getrennt: Wir Lehrerinnen saßen mit unserem Direktor (als Hahn im Korb) an einem Tisch, während das männliche Personal die Kinder betreute. Das Thema war dementsprechend: Wir sprachen über den gutaussehenden Sicherheitsbeamten der in der Schule arbeitet. Wir behaupteten natürlich, dass deswegen soviele Mütter die Einschreibung an der Schule machen, weil dieser gutaussehende Sicherheitsbeamte da sei. Der Direktor nahm das alles sehr zu Herzen und wollte diesen Sicherheitsbeamten sofort entlassen. Als am Montag ein anderer Mann da stand, waren wir Lehrerinnen natürlich alle sehr betrübt. Es war aber nur Zufall, eine Vertretung, heute stand wieder der richtige Mann da :-)

Bei der Rechnung haben wir wieder gemerkt, dass man nicht unbedingt rechnen können muss, um Kellner zu sein. Es ist in São Paulo wohl üblich, dass man vor dem Bestellen, ohne Aufforderung, sagt, dass man später getrennt zahlen möchte. Sonst muss später einer die Rechnung begleichen. In unserer Unwissenheit haben wir natürlich erst etwas gesagt, als wir die Rechnung bestellten. Wir wunderten uns schon, dass drei Kellner nacheinander bei dieser Information flüchteten und wir schließlich lautstark die Rechnung verlangten. Der erste Kellner behauptete, den Taschenrechner zu holen. Der zweite behauptete das Gleiche, der dritte Kellner behauptete schließlich, dass das System ausgefallen sei. Der vierte Kellner erklärte uns schließlich, dass wir vorher hätten sagen müssen, dass wir getrennt zahlen wollten. Die Sekretärin (unserer Schule, die uns begleitete) meinte daraufhin, dass das doch kein Problem sei, wo der Mann doch die Gesamtrechnung in der Hand hielt. Er schaute sie verdutzt an und sie meinte, man könne ja auch im Kopf oder auf Papier rechnen. Er verschwand... Wir lästerten! Chris hatte aber gerade noch die Rechnung erwischt und so fing sie an, auf dem Papierset, die einzelnen Rechnungen aufzustellen. Zwei Lehrerinnen kontrollierten ihre Rechnung mit dem Handytaschenrechner (davon ein IPhone, es muss also richtig gewesen sein). Es sammelten sich mehrere Kellner um uns, um dieses Spektakel zu beobachten, denn jeder Lehrer hatte eine andere Zahlungsart. Der Kellner, der schließlich die Zahlung annahm, war am Ende ganz verwirrt, wusste selbst nicht, was er da tat und vertraute voll und ganz auf Chris Rechnung. Sie rechnete am Ende alles zusammen, um so die Kontrolle zu machen. Es fehlten genau 30 Real. Da sahen wir, dass das das Trinkgeld war, das schon ausgerechnet war. Wir schmissen alle ein paar Münzen zusammen und kamen schnell auf das Trinkgeld. Ich glaube, alle Kellner haben aufgeatmet, als wir endlich das Restaurant verließen :-)

Auf dem Rückweg (etwa zwei Stunden nach der Ankunft im Shopping), war die Gang immer noch da. Wir versuchten wieder mit der gleichen Methode - Schau auf deinen Vordermann und verlier ihn nicht - durch die Gang ins Hotel zu kommen und es klappte!

Nach einer unruhigen Nacht (sehr heiß, unruhige Zimmernachbarin) gings in den Samstag. Das Frühstück war lecker, viel Kuchen und frisches Obst :-) Danach gings zur Schule. Da wir mit den Kids nochmal ein paar Stellen durchgegangen sind, weiß ich nichtmal, ob die Fahrt ohne Umwege zustande ging. Dort angekommen, haben alle gut angepackt und innerhalb kürzester Zeit war die Bühne mit allen Sachen aufgebaut. Wir schlenderten etwas über den Bazar. Es war wirklich schön, viel gute Sachen und ich bekam Lust zum Einkaufen.

Dann war es endlich soweit, die Schülerband hatte ihren Auftritt. Sie spielten und sangen wirklich gut. Und da wir einen professionellen Tontechniker hatten (ich wusste gar nicht, dass es hier sowas gibt), klang es einfach sehr gut! Wir Lehrer waren die größten Fans und tanzten ausgelassen. Die Leute aus São Paulo waren nicht so bewegungsfreudig und so waren wir schnell bekannt :-) Ein paar der Paulistas trauten sich zu uns und forderten die eine oder andere Lehrerin zum Tanzen auf... Am Ende räumten alle Schüler und Lehrer brav auf.

Weiteres gibt es in den nächsten Tagen!

Mittwoch, 4. November 2009

Theorie

In warmen Ländern essen die Menschen salziger. Aufgrund dieser Tatsache habe ich eine Theorie aufgestellt:

Menschen sind wie rohes Fleisch, sie sind ja aus Fleisch. Frisches und rohes Fleisch legt man ja zur Haltbarkeit in den Kühl- oder Gefrierschrank. Da es aber nicht immer einen Kühlraum zur Verfügung gibt, kann man Fleisch auch mit Salz haltbar machen. So müssen sich Menschen in wärmeren Ländern auch mit Salz konservieren :-)

Frühling?

Es kam die Schweinegrippe. Wegen der Schweinegrippe wurden uns die Frühlingsferien gestrichen. Und jetzt gabs nichtmal den Frühling. Von sehr kalt ist es sehr heiß geworden. Also ich hätte mich schon über den Frühling gefreut...

Andirá II

Am Abend haben wir uns den Luxus gegönnt und eine DVD ausgeliehen, dessen Name nur nebensache ist. Mitten im Film liefen plötzlich kleine Eidechsen durchs Haus. Ui, da hab ich erstmal geschrien und mich danach auch wieder beruhigt. Mein Cousin meinte nur ganz locker, dass das normal ist und dass die immer im Haus sind. Jetzt wurde mir langsam klar, warum ich unter so einem Netz geschlafen habe und warum dieses Netz überall festgesteckt werden musste...

Am Montag Morgen hab ich erstmal ein arabisches Frühstück bekommen, bzw. ein Ei in Wasser, war superlecker! Dann haben wir noch frische Bananen von der Bananenplantage geholt. Eigentlich wollte ich nur ein paar. Das müssen aber so 20 Kilo gewesen sein. Die Tüte mit den Bananen war auf jeden Fall schwerer als der Koffer. Und dann ging es um die heiße Mittagszeit wieder in den Bus.

Natürlich kam der Bus wieder zu spät und so fuhren wir wieder pünktlich 15 Minuten zu spät los. Der Busfahrer hielt auch nicht viel vom schnellen Fahren, so hatten wir bei der Ankunft etwa 1,5 Stunden Verspätung.

Auf der Fahrt, so kurz vor der Pause (die jedem logisch denkenden Mensch klar war), ging ein Mann auf die Toilette. Ich finde, er hätte sein Geschäft noch die Restzeit festhalten können. Ich saß im vorderen Teil des Busses und musste mich zusammenreissen. Leider war das noch nicht alles. Als ich mich endlich an den Geruch gewöhnt hatte, kam der zweite Mann aus der Toilette. Er hatte sich wohl gedacht, wenn schon, dann machts keinen Unterschied mehr. Zum Glück rollte der Bus schon auf den Parkplatz und alle Gäste stürmten raus, um wieder frische Luft zu bekommen!

Dienstag, 3. November 2009

Mein Wochenende in Andirá

Am Freitag packte ich mein Köfferchen für mein letztes verlängertes Wochenende in Brasilien. Ich war nicht wirklich ausgeschlafen und freute mich über ein wenig Entspannung. Punkt 16 Uhr war ich am Busbahnhof, mein Bus leider nicht. So fuhren wir mit etwas Verspätung (nur 15 Minuten) los, da noch alle Koffer ordnungsgemäß eingepackt wurden. Wir kamen auch bis zum Ausgang des Bahnhofs, als der Bus auch schon das erste Mal anhielt. Drei (laute) Damen stiegen ein. Leider waren somit die Zeiten von einem alleinigen Platz vorbei. Wenigstens hatte ich einen Fensterplatz gekauft, so konnte ich mir Musik in die Ohren stecken und die Landschaft bewundern. Nach 6,5 Stunden Busfahrt, mit nur einer halben Stunde Verspätung kamen wir endlich in Andirá an, wo ich schon von meinem Cousin Lincoln und seiner Frau Monica erwartet wurde. Eigentlich wollte Lincoln mir einen roten Teppich auslegen, aber er hatte keinen gefunden. Auch der Posaunenchor hatte leider abgesagt. So waren nur jugendliche Kids mit ihren Autos da. Naja, Autos waren das nicht unbedingt, eher übergroße Lautsprecher auf Rädern. Sah aus, wie aus den 80ern geklaut. Aber die Lautstärke war wie beim Posaunenchor...

Am Samstag bin ich erst um 9:30 Uhr aus dem Bett gekrochen, da stand die Sonne schon hoch und der Schweiss lief schon beim Sitzen den Rücken runter. Das Frühstück ging nur langsam, sonst lief der Schweiss ins Essen. Nach dem Mittagessen (auch langsam) gings ab in die Universität. Früher war das eine der besten Universitäten für Landwirtschaft. Groß und geräumig ist sie immer noch! Danach besah ich mir eine Zuckerrohrfabrik. Nicht schön, aber interessant.

Mein Cousin ist Bauer u.a. und deswegen darf es auch nicht an Jungvieh fehlen. In der Nacht von Freitag auf Samstag ist ein süßes kleines braunes Kälbchen geboren. Auf dem Hof liefen unzählige Glucken mit ihren Küken rum und im Schuppen hatten zwei Katzen Junge bekommen. So liefen da neun blauäugige, aber schon behaarte Kätzchen rum. Eine dieser Kätzen hat sich direkt in mein Herz gebissen... Nein, es war mein großer Zeh, aber die war mir ab dann die liebste. Ein zweites Kätzchen war um meine Sauberkeit bemüht. Als ich es auf den Arm nahm, leckte es erst die eine Hand "sauber", dann die andere. Als ich sie wieder absetzte, waren meine Füße dran. Toll, wo sich die Deutschen ja nicht so oft duschen und von den Brasilianern immer ausgelacht werden. Konnte ich mir eine Dusche am Tag sparen :-)

Am Abend - eigentlich war es mehr in der Nacht - ging es in eine Pizzaria. Dort eine gute Käsepizza gegessen und zum Abschluss ein Eis. Das war auf jeden Fall mehr als genug...

Am Sonntag kletterte ich noch verschlafener aus dem Bett. Die drückende Hitze ließ einen auch nicht wacher werden. Ein Blick auf das Thermometer - 28° und es war erst 10 Uhr am Morgen... Wie sollte ich diesen Tag nur überleben?

Bis zum Mittag lag ich, wie auch am Samstag, zum größten Teil in der Hängematte und las Asterix auf portugiesisch. Eine gemütliche Angelegenheit. Leider war unter der Hängematte ein Kaktus. So passte ich beim Ein- und Aussteigen besonders auf, wollte ja nicht im Kaktus landen. Mittag war eine Mischung aus brasilianischen und arabischen Köstlichkeiten. Am Nachmittag ging das Chillen weiter, etwas anderes war bei den fast 40° im Haus nicht möglich.

So, und wie es weiterging erfahrt ihr in den nächsten Tagen...

Freitag, 30. Oktober 2009

Endlich Wochenende!!!

Und dazu noch ein langes Wochenende!!! Freu mich total und werde hoffentlich ausgeschlafen wieder in den Unterricht starten! Es ist übrigens mein letztes langes Wochenende hier. Langsam, ganz langsam geht alles zuende...

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Müde...

Bin seit längerer Zeit einfach nur müde... Freue mich auf das lange Wochenende und hoffe, mich ein wenig erholen zu können, um die letzten Wochen hier auch noch meistern zu können!

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Supermarkt

Heute hab ich mich mal wieder in den Supermarkt reingetraut. An der Kasse hatte ich natürlich wieder die größten Talente! Bei der ersten Kasse gabs anscheinend ein PC-Problem. Nach etwa 10 Minuten hab ich schließlich die Kasse gewechselt. Da es nicht so aussah, dass es an den anderen Kassen voranging, hab ich mich vorher nicht getraut. Schließlich stand ich in einer Schlange für zwei Kassen. An der einen Kasse machte ein Mann einen Großeinkauf (also drei Einkaufswagen voll. Während der 10 Minuten an der ersten Kasse hatte er etwa den zweiten Einkaufswagen geschafft, den ersten hatte er schon vorher geschafft), an der anderen Kasse war Miss LangsamsteKassiererinDerWelt. Nach weiteren 5 Minuten hatte sie die Kasse geöffnet bekommen. Der Großeinkauf vor mir (2 Wagen) ging zu Miss Langsamste. Vor mir war also nur noch ein halber Wagen Großeinkauf, plus alles einpacken. Ich denke, die Kassiererin war total geschockt, als ich meine Sachen schnell verstaute und ihr fast die Sachen aus den Händen riss, weil es mir zu langsam ging...

Dienstag, 27. Oktober 2009

Plötzlicher Kälteschock?

Als ich heute aus dem Haus ging, kam mir direkt eine Kältewelle entgegen. Warum auch immer es plötzlich wieder runterging mit den Temperaturen (ich hörte etwas von 10°), weiß ich nicht. Aber gefallen tut es mir nicht!

Montag, 26. Oktober 2009

These

Habe heute die These aufgestellt, dass die Wasserflasche eines Menschen viel über den Menschen aussagt. Meine Flasche hat bspw. einen Schaden, ist kleiner und dicker als die von Deborah. Deborahs hat auch einen Schaden, der ist aber nicht so groß. Die Lehrer glauben noch nicht an diese These, sollen jetzt aber erstmal das Gegenteil beweisen :-)

Planung...

Endlich haben wir mal wieder eine Großplanung unseres Unterrichts gemacht. Da macht das Unterrichten gleich wieder doppelt so viel Spaß!

Sonntag, 25. Oktober 2009

Aufruf

Als ich vor ein paar Wochen nach Andirá fuhr, bzw. von dort zurückkam, fand ich in meiner Tasche eine Tüte. Diese Tüte hatte einen etwas unangenehmen Geruch und ich konnte mich nicht dazu überwinden, sie zu öffnen. Als ich in der letzten Woche von den Wasserfällen zurückkam und an meine nassen Socken roch, bemerkte ich den gleichen Geruch. Da ich diese Tüte in der Zwischenzeit dem Mülleimer übergeben hatte, bekam ich augenblicklich ein schlechtes Gewissen. "Was, wenn sich jemand vertan hat und die nassen Klamotten versehentlich bei mir gelandet sind?" Heute sammelten sich dieselben Leute alle hier in Curitiba und ich fasste mir ein Herz und fragte, was denn in dieser Tüte war und ob jemand etwas vermissen würde. Zuerst betretenes Schweigen. Dann ein Kichern und schließlich bekam ich heraus, dass in dieser Tüte Kuhmist war. Mein Cousin (Bauer) und sein Schwager (Polizist) haben es ausgeheckt und der Rest hat es nicht verhindert... Das schreit nach RACHE!

Jetzt meine Frage: Wer hat eine passende Idee? Am Freitag fahr ich zum letzten Mal in diesem Jahr zum Cousin der Bauer ist. Bis dahin muss der Plan stehen und ich würde mich um eine rege Beteiligung freuen!

Schlammbad

Wenn ich zur Zeit unser Bad putze, bekommt das Wort Schlammbad eine ganz neue Bedeutung... Irgendwo auf dieser Seite schrieb ich mal, dass es bei uns reinregnet. Nu ja, scheinbar hat es soviel geregnet, dass eine richtige Schlammschicht in unserem Bad zu finden ist! Da macht das Putzen wirklich Spaß, am Ende hat man einen schlammigen Eimer!

Samstag, 24. Oktober 2009

Noite de Talentos

Talentabend

Gestern Abend hatten wir in der Schule den Talentabend. Anscheinend zeigt man dort nicht unbedingt sein Talent, sondern findet - gemeinsam mit dem Publikum - heraus, welches Talent man nicht hat... Keine Frage, es waren sehr gute Beiträge dabei. Ich möchte den Tanz aus Ungarn erwähnen oder die Band der 3. und 5. Klässler, die viel mehr Präsenz auf der Bühne zeigten, als die "Großen", oder auch den Erstklässler, der Gitarre spielte und dazu sang. Trotzdem klangen die meisten Sachen eher schief. Und leider haben Tontechniker hier keine Ahnung von der Einstellung vom Sound. Sollen angeblich Profis sein, aber dann hätte es nicht so geklungen...

Freitag, 23. Oktober 2009

Wochenende!

Endlich beginnt das Wochenende! Nicht, dass ich an diesem Wochenende etwas besonderes unternehmen werde, aber endlich kann ich mich vom letzten Wochenende erholen :-)

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Noch 40 Tage...

Mal wieder zur Groborientierung: Bis zum Ende hab ich noch 40 Tage Unterricht!

Heute hab ich gemerkt, dass dann wahrscheinlich auch gut ist! Musste leider bis 18:30 Uhr in der Schule weilen. Das schlaucht ganz schön, gerade nach so nem (erholsamen) Wochenende!

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Juck...

Borrachudos sollten verboten werden! Heute haben die Stiche nicht mehr so gejuckt... Gestern sind Deborah und ich nur noch rumgesprungen, weil die Füße so brannten. Sahen total lustig aus. Die Lehrer meinten schon, wir würden einen neuen Tanz einüben! Für die war es lustig, für uns leider nicht so sehr. Aber heute ging es zum Glück wieder. Man spürt immer ein Stechen oder starkes Jucken, aber es geht. Apropos: Ein Mückenstich ist nichts dagegen!

Dienstag, 20. Oktober 2009

Foz do Iguaçu II

Endlich im Hotel angekommen, duschten wir warm und zogen uns endlich wieder trockene Kleidung an. Da es bis zum Ende warm war, sind wir nicht durchgefroren, aber irgendwie waren die nassen Kleidungsstücke nicht so angenehm. Unsere nassen Schuhe stopften wir mit Zeitungspapier aus, damit wenigstens etwas Wasser rausgesogen werden konnte. Wir richteten uns eine Ruhezeit ein, in der jeder in sein Buch vertieft war. Danach ging es mal wieder in eins der Restaurants. Beide Restaurants (das vom Freitag und das vom Samstag) wurden uns mit Livemusik empfohlen. Wir haben sie (die Livemusik) allerdings nicht gefunden... Am Samstag gabs Oldies (also Musik aus den 80ern und 90ern) mit Videoclips, was schon echt witzig war. Danach gabs ne gute Nacht ;-)

Der Sonntag fing mit der Zeitumstellung an! Glücklicherweise haben wir den Wagen für eine Stunde später bestellt, so dass wir nicht ganz so früh rausmussten. Unser Fahrer war ein Indianer, vor 15 Jahren noch nackt und jetzt ganz zivilisiert und froh, aus dem Reservoir rausgekommen zu sein. Er war in etwa so gut drauf wie wir: Stellte uns gute Musik (Bee Gees, Queen, Village People u.ä.) an, wir sangen fröhlich und er war begeistert!

In Argentinien lud er uns bei den Wasserfällen ab. Deborah musste als Schweizerin das doppelte an Eintritt bezahlen, ich also die Hälfte von ihrem Eintritt - als Brasilianerin. Der Rundgang hat sich dann erstmal sehr gelohnt! Viel Wald, viel grün, einfach schön! Die Wasserfälle diesmal weder verregnet oder benebelt, sondern einfach nur voll Wasser! Auf dem Weg immer wieder diese Nasenbären oder wie auch immer diese Tiere heißen und die Eidechsen, bzw. auch Riesenechsen. Am Eingang hieß es noch, dass die Bootsfahrt gestrichen sei. Als wir beim Stand ankamen, waren für uns noch Plätze frei. Wir kauften die große Rundfahrt und warteten auf den LKW, der uns mitnehmen sollte. Währenddessen wurden unsere Beine von Borrachudos vollgestochen. Die Viecher sind schlimmer als Mücken, das Zeug tut weh. Man merkt den Einstich auch nicht, nur das Blut, das danach runterläuft... Schließlich kam der LKW und wir setzten uns auf die Ladefläche. Natürlich nicht auf dem Boden, es gab Bänke für uns. Es gab eine nette Führerin, die uns über Flora und Fauna aufklärte. Manches wollten wir lieber nicht wissen (welche Schlangen hier noch rumlaufen u.ä). Endlich am Fluss angekommen, durften wir noch eine Strecke zu Fuß gehen. Dann Schwimmwesten anziehen und die Tasche in eine andere, wasserfeste Plastiktasche stecken. Und dann ging es aufs Schnellboot. Schon zu Beginn sah das Wasser nicht gerade vertrauenserweckend aus. Wirbel und Stromschnellen waren eher beängstigend. Aber wir waren jetzt im Boot und es gab kein Zurück mehr. Die Fahrt war dann auch recht schön, wir fuhren Richtung Wasserfälle... Als das Boot dann auf der einen Stelle wegen der Strömung nicht mehr vorwärts kam, fing mein Herz schon gut an zu bibbern. Der Fahrer nahm nocheinmal gut Anlauf und schon waren wir fast unter den Wasserfällen und schließlich ganz drunter und ganz nass. Aber wir wurden ja vorgewarnt, dass wir dabei ganz und vollständig nass werden würden und das waren wir auch! Keine Stelle ist trocken geblieben. Gut, dass wenigstens teilweise die Sonne schien... Der Rückweg (natürlich zu Fuß) war dann etwas anstrengend mit den nassen Klamotten, aber okay. Bis zum Ausgang des Parks waren wir so trocken, dass die Klamotten nicht mehr ausgewrungen werden konnten. Unser Fahrer war begeistert, dass wir uns in das Abenteuer getraut haben!

Im Hotel durften wir uns glücklicherweise nochmal umziehen, obwohl wir schon ausgecheckt hatten. Dann die Überlegung: Direkt zum Flughafen? Deborah hatte nämlich vergessen, wann der Rückflug war und ich hatte es mir erst gar nicht gemerkt ;-) Wir beschlossen, dass es nicht schlimm wäre, direkt zum Flughafen zu fahren und von dort noch einmal loszuziehen, sollten wir zu früh da sein.

Auf dem Flughafen hatten wir dann Schwierigkeiten, den Teletext zu lesen. Scheinbar würde unser Flugzeug gerade starten... Wir liefen also zum Check-In und waren froh, dass wir noch eine halbe Stunde bis zur Boarding Time hatten. So gingen wir ganz gemütlich zum Wartesaal. Dort wurde unser Gate immer wieder geändert, obwohl es nur eine Handvoll davon gab. Endlich landete ein Flugzeug und ausgerechnet von der Varig, obwohl wir Gol gebucht haben und wer sich erinnert... mit der Varig hatte ich mal ein schlechtes Erlebnis! Die Insassen mussten schnell aussteigen und schon durften wir einsteigen (das Flugzeug war dementsprechend sauber). Wir hoben ab, blieben eine zeitlang oben und landeten wieder. Deborah meinte schon beim Anstoßen an der Erde, dass alles geschafft sei. Wir waren aber mit solch einem Tempo unterwegs, dass kurz darauf noch die Vollbremsung kam. So war ich erst beruhigt, als wir wirklich standen!

Eigentlich ist ja nichts schief gegangen... Kam uns irgendwie komisch vor!

Resümee: So schön, schön war die Zeit...

Montag, 19. Oktober 2009

Foz do Iguaçu

Es fing alles damit an, dass Deborah und ich am Freitag Mittag nach Foz do Iguaçu flogen. Deborah ist eine Schweizerin, die für vier Monate an der Schweizerschule ein Praktikum macht und die etwa so verrückt ist, wie ich ;-)

So sind wir in Curitiba ins Flugzeug gestiegen und in Foz wieder ausgestiegen. Dort ein Taxi zum reservierten Hotel genommen. Das Hotel war mitten in der Innenstadt, von daher, gute Lage. Als wir ins Zimmer kamen, war uns der Preis klar! Wir hatten ein Fenster, ja... Aber vor dem Fenster, also etwa eine Armlänge weiter, war eine Mauer und darüber ein Dach, also keine Aussicht. Wir schauten nach unten. Da stand ein Schrank, voller Zigarettenkippen, dahinter waren wohl Müllsäcke. Das Toilettenfenster ging, den Geräuschen nach zu urteilen, direkt in die Küche. ABER: Es war alles sauber!

Deborah und ich beschlossen, dass wir uns etwas zu Mittag suchen wollten und danach shoppen gehen wollten. Beides war ein totaler Erfolg! Am Abend gingen wir noch Essen... Leider hat mir irgendwas nicht so gut bekommen, denn ich legte mich nur kurz ins Bett und dann über die Kloschüssel. Es kam alles raus... Zwischendurch wollte ich aufstehen, aber mir wurde davon zu übel. So machte ich den Klodeckel zu und legte mich drauf. Hab wunderbar geschlafen, besser, als eine Stunde später im Bett :-)

Am Samstag war mir immer noch übel, aber ich konnte alles bei mir behalten. So fuhren wir mit einer Van (einen Bulli) nur für uns alleine und mit einem Führer bis zu den Wasserfällen auf der brasilianischen Seite. Morgens regnete es auch noch nicht... Wir haben auch die Busfahrt auf dem Gelände und den Anfang des Rundgangs trocken überstanden. Leider war es total bewölkt und neblig und es war kaum etwas zu sehen. Dann regnete es plötzlich, sehr stark und ohne Ende. So ganz, wie bei "Asterix bei den Briten": "Ist es bei euch immer so neblig?" "Nein, wenn es regnet nicht!" Da alle Unterstellplätze völlig überlaufen waren, haben wir beschlossen, hart zu sein und durch den Regen weiterzugehen, zumal es nicht danach aussah, dass es wieder aufhören würde. Wir wurden durch und durch nass, konnten uns immer wieder auswringen, so unterm Schirm, konnten aber die Wasserfälle besehen. Es wurde aber nicht kalt, es war angenehm warm. Gegen Ende hörte es auf und wir fingen an, etwas trockener zu werden.

Danach ging es zum Vogelpark. Ein gelungener Besuch, zwar waren wir immer noch nass, aber die Vögel waren auch damit beschäftigt, sich irgendwie zu trocknen. Immer wieder kamen wir durch Gehäge, wo die Vögel frei rumliefen. Es war sehr schön! Ein Tucano hat sich scheinbar in Deborah verliebt und ist ihr hinterhergeflogen und gelaufen. Sehr süß! Am Ende hatten wir jeder noch einen Ara auf unserem Arm, fürs Touristenfoto und dann war auch diese Sehenswürdigkeit leider vorbei.

Und wie es weiterging, schreib ich morgen...

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Lehrertag

Es gibt ihn wirklich: Hier wird der Lehrer an einem Tag gefeiert (so wie sonst über diesen geschimpft wird, ist das auch nur fair)! Wir haben uns also einen schönen Tag mit den Kindern gemacht. In unserer Klasse haben wir Pizza gemacht und danach sogut wie alles aufgegessen :-)

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Dia da rodinha

Tag des Rädchens

Anlässlich des Kindertages (am Montag), durften die Kinder heute Fahrräder, Roller usw. mit in die Schule nehmen und wir haben das natürlich drei Stunden lang genutzt. Fotos hätten übrigens genial ausgesehen, die Kinder hätten jederzeit in die Kamera geschaut, leider nicht nach vorne :-) Somit gabs auch jede Menge Tränenvergießen und etwas Blut, aber nichts ernsthaftes...

Dienstag, 13. Oktober 2009

Sorgen

Heute sprachen mich mehrere Mitarbeiter der Schule an, ob ich denn wieder eine Stimme hätte. Sie waren froh, dass ich wieder sprechen kann, auch wenn es manchmal noch etwas angestrengt klingt... Leider ging meine Stimme in der letzten Schulstunde wieder etwas flöten... Aber das wird auch noch!

Frühling?!

Ich spreche mal die wage Vermutung aus, dass der Frühling langsam hier ankommt! Heute war wieder ein wunderschöner und sonniger Tag! Klar habe ich das Wetter ausgenutzt!

Montag, 12. Oktober 2009

Halb und halb

Als ich aufwachte, regnete es, mal wieder... Doch am Nachmittag kam die Sonne raus und ich hatte noch etwas von unserem Feiertag! Meinetwegen kann es mehr solche halb und halb Tage geben, besser als Dauerregentage...

Sonntag, 11. Oktober 2009

Meine Stimme

Also, meine Stimme kommt langsam wieder. Ich erkenne sie selbst noch nicht genau, klingt irgendwie ganz anders, aber ich kann wieder sprechen! Langsam wirds also!

Caminhada

Eine caminhada - einen kleinen Gang - macht hier gerade fast jeder, ist quasi Volkssport. Weil die Sonne heute also schon wieder so schön scheint (immer noch!!!), habe ich heute eine caminhada von etwa 1,5 Stunden gemacht. Es ist herrlich, nach so langer Regenzeit einfach frei draussen sein zu können!

Samstag, 10. Oktober 2009

Die Weisheit ist die:

Wenn du eine Frage hast, frage den der es weiss! (Weisheit meiner Tante)

Das Wandern ist des Müllers Lust...

Ich bin heute wieder bis zu meinen Grosseltern gewandert, denn die SONNE schien!!! Es war warm und das richtige Wetter für diese Jahreszeit. Klar, dass ich nicht lange brauchte, um mich draussen zu bewegen! Die 7,5 km waren dann in 1,5 Stunden gegangen und ich war glücklich... Inzwischen spür ich meine Beine, vermutlich bin ich aus der Übung?!

Krankenhaus

Gestern also haben wir uns überlegt, dass ich besser einen Arzt aufsuche, nur zur Sicherheit. Ich konnte gestern schon wieder etwas sprechen, habe aber Halsschmerzen bekommen. So sind wir also in ein Gebäude gegangen, dass zwar nicht danach aussah, sich aber Krankenhaus nannte. Wir zogen eine Nummer, um mit der Rezeption sprechen zu können. Leider musste ich schon zum Treffpunkt, wo ich mitgenommen werde, bevor ich bis zur Rezeption kam. So habe ich die Ärzte nur im Flur gesehen...

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Noten

Bis Mitternacht müssen alle Noten abgegeben sein... War ein hartes Stück Arbeit, aber ich habe es geschafft, zumindest glaube ich das ;-) Natürlich sind heute wieder die PCs und das Netzwerk der Schule abgestürzt, ist klar! Mit aller Langsamkeit und Ungeduld musste ich also arbeiten...

Meine Stimme kommt immer wieder ein wenig. Hoffe, dass sie am Wochenende ganz wiederkommt!

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Noch 50 Unterrichtstage

Nur zur groben Orientierung ;-)

Immer noch nix...

Stimme kommt noch nicht, bzw. in ganz kleinen Schritten. Heute war ich am Telefon, mit größter Anstrengung, schon verständlich... Es geht also vorwärts :-)

Dienstag, 6. Oktober 2009

Alles weg...

Nach den Basstönen geb ich heute keinen Ton mehr von mir... Den Unterricht hab ich entweder mit einem Sprechrohr (einem Schüler was ins Ohr geflüstert) oder schriftlich an der Tafel geführt. Mehr war einfach nicht drin!

Natürlich wurden darüber Witze gemacht:

"So kommen andere auch mal zu Wort!"

"Kannst ruhig lauter sprechen, wir sind alleine!"

Reicht ja

Das hat sich das Wetter wohl gedacht... Zumindest hatten wir heute wieder Dauerregen! Schade, hätte gern etwas mehr Sonne gehabt, aber es soll wohl nicht sein!

Montag, 5. Oktober 2009

Zeugnisse

Die Saison der Zeugnisse ist endlich wieder da!!! Da sitzt man und schreibt und schreibt Zeugnisse und es hat kein Ende... Selbst Ziffernnoten sind ohne Würfel ganz schön anstrengend :-)

Regenfrei???

Heute war schon der zweite regenfreie Tag (hintereinander!!!). Gut, gestern Abend hat es genieselt, aber weil es sonst eher Wasserfallähnlich regnet, sei das schon mal zum regenfreien Tag dazugezählt! Leider scheint die Sonne noch nicht wirklich. Dunkle bis schwarze Wolken lassen einen immer noch dran denken, dass es jederzeit wieder regnen könnte...

Leider hat mir das Wetter und die Kaltfront der letzten Woche gut zugesetzt: Ich spreche jetzt im Bass ;-) Klingt total abgefahren und es wird immer tiefer...

Samstag, 3. Oktober 2009

Spruch

Bei so einem Dauerregen, kanns mit den Sprüchen nur bergauf gehen. Heute der:

Beim Essen sollte man nicht ans Abnehmen denken!

Der ganze Vormittag war mit ähnlichen und sehr weisen Sprüchen gespickt :-) Ich möchte euch die ganze Weisheit ersparen, ausserdem hab ich sie auch vergessen...

Der Abschluss kam eben mit diesem:

Bin meinem Alter schon stark voraus! (Werd auch nicht mehr jünger)

Mittwoch, 30. September 2009

Einen Eindruck gefällig?

Mir fällt auf, dass manche von euch keine Ahnung haben, in welcher Stadt ich eigentlich gelandet bin und was hier so das Besondere ist. Ich füge mal einen Link ein, dann könnt ihr selbst einen kleinen und schönen Eindruck gewinnen:

http://www.brasilien.de/ReiseService/reiseangebote/parana/sehenswuerdigkeit/curitiba.asp

Theorie vom Frühling

Ich habe gestern eine Theorie entwickelt: Hier ist der Frühling nicht durch das Wetter erkennbar (wie ihr alle mitbekommen habt, es ist kalt und regnet). Hier ist der Frühling durch die Wiederkehr der Spinnen erkennbar! Hab seit Frühlingsbeginn schon zwei Spinnen in meinem Zimmer gesichtet, beide waren weiß. Die letzte Spinne lief in einem unheimlichen Tempo immer am Rand meines Bleistiftsbechers. Zuerst konnte ich nicht zuordnen, was da so rumflitzt und dann war es natürlich eine Herausforderung, diese Spinne gezielt zu treffen... Ich habs übrigens geschafft!

Dienstag, 29. September 2009

Tag der offenen Tür

Heute durften die Eltern sich unseren Unterricht anschauen. Zum Glück wurden wir diesmal zu den Kleinen gezählt, so dass die Eltern nur in der ersten und letzten Stunde zuschauen durften. Dazwischen mussten wir die Kinder auspowern und wieder beruhigen :-) Der Dauerregen und die dadurch nicht möglichen Pausen machen die Kinder langsam immer wilder... Mittwoch war die letzte Pause draussen, seitdem sind alle Pausen gestrichen worden. So spielte ich heute mit ihnen Reise nach Jerusalem, Obstsalat und machte ein Rennen im Klassenraum. War lustig!

Montag, 28. September 2009

Das hält ja keiner aus...

Regen, Regen, Regen... Heute kamen Lehrer nicht zur Schule, weil manche Straßen wegen des Regens unpassierbar waren... Der Klassenraum stinkt unerträglich, weil das Abwasser nicht abfließen kann. Von einem Gebäude zum anderen kann man nicht trocken kommen, obwohl alles überdacht ist. In fast allen Räumen regnet es rein. Es ist nicht mehr auszuhalten!

Man sagte mir heute, dass es nur noch drei Monate regnen soll. Also hört es auf, wenn ich gehe. Das ist doch mal ne gute Nachricht :-(

Sonntag, 27. September 2009

Runder Regenbogen

Hab ich heute zum ersten Mal gesehen. Der Regenbogen hat sich um die Sonne formiert, war ein erstaunlicher Anblick!

Achtung!

Bitte beachten Sie die Löcher im Bus!

So hab ich heute eine Durchsage im Bus mitbekommen. Fand ich schon lustig, denn Löcher im Bus waren mir bisher noch nicht begegnet :-)

Tourismus?

In der Nacht war ein starker Zugverkehr vor unserem Haus. Zur Erinnerung, die dröhnen nicht nur, die hupen auch schon lange Zeit vorher. Als ich schließlich aufstand, um zu schauen, was da so früh und so oft schon unterwegs ist, sah ich, dass es wohl Personenwagen waren. Hatte ich bisher nicht gesehen, scheinbar eine Touristenattraktion.

Samstag, 26. September 2009

Wissensmesse

Heute war also der große Tag der Präsentation... Die Kinder haben sich gut geschlagen, der auswendige Text kam deutlich rüber, die zusätzlichen Fragen wurden wahrheitsgemäß und ausführlich beantwortet. Die Eltern waren begeistert, auch von unserem Riesenflugzeug, was wollen wir mehr?!

Donnerstag, 24. September 2009

Flugzeuge, Flugzeuge, Flugzeuge

Das Thema Flugzeuge haben wir inzwischen wirklich in allen Bereichen ausgearbeitet... Ich freu mich schon auf Samstag, dann stellen wir das Thema vor und dann müssen wir endlich nicht mehr darüber lernen :-)

Mittwoch, 23. September 2009

Noch 60 Unterrichtstage

Für den Überblick :-)

Übrigens habe ich die Samstage, an denen wir arbeiten müssen, nicht mitgezählt...

Flughafenbesuch

Natürlich gehört zum Thema Flugzeuge auch ein Besuch eines Flughafens. In Curitiba gibt es schließlich mehrere davon und so haben wir einen kleinen Flughafen besuchen können. Leider kannte die Busfahrerin den Weg dorthin nicht und so dauerte die Hinfahrt (im Internet 20 Minuten lang) 1,5 Stunden. Endlich angekommen, hörte es wenigstens auf zu regnen :-) Wir durften auf dem Flughafen spazieren gehen, sahen mehrere Flugzeuge starten und landen, beobachteten die Helikopterschüler beim Unterricht und bekamen eine Vorführung der Flughafenfeuerwehr. Zitat der Kinder zur Frage, was ihnen am besten gefallen hätte: Das Nasswerden mit dem Schlauch der Feuerwehr! Die Rückfahrt war dann tatsächlich 20 Minuten lang :-)

Immer wieder kommt ein neuer Frühling...

Heute ist zumindest Frühlingsanfang. Der Frühling hat sich auch schon mit einer Riesenladung Regen darauf eingestellt. Ich hoffe, dass das für diese Jahreszeit reicht... Mir reicht es auf jeden Fall. Glücklicherweise kam nach dem Regen und vor dem Regen (also dazwischen) die Sonne zum Vorschein und gab einem ein wenig das Gefühl vom Sommer!

Montag, 21. September 2009

Eier und MacGyver

Deswegen schreib ich lieber am Abend etwas in den Blog, es könnte noch etwas lustiges passieren... So wie heute:

Ich wollte mir ein Ei kochen und vergass es einfach. Eben hörte ich einen lauten Knall! Das Ei ist einfach explodiert. Musste erstmal mehrere Minuten innehalten und lachen... Bin eben doch die Tochter meiner Mutter!

Fühle mich schon etwas MacGyver, wer kann schon Eier als Sprengstoff nutzen?

Murphys Gesetz

Irgendwie scheint der Hund die letzte Nachricht mitgelesen zu haben. Die darauffolgende Nacht hat er auf jeden Fall dazu genutzt, durchzumachen...

Samstag, 19. September 2009

Erinnert ihr euch noch...

... an den Hund vom 1. September? Scheinbar hat dieses Gebell nicht nur mich genervt. Es ist zumindest weg, wer auch immer sich darum gekümmert hat :-)

Samstag = Backen?!

Inzwischen ist das mein Gefühl! Am letzten Samstag hab ich nur gebacken und heute geht es mir nicht anders... Morgen lassen sich mein Cousin und meine Cousine taufen und da muss den Gästen natürlich etwas vorgesetzt werden.

Mittag war mal wieder mexikanisch. Nun ja, an den Tortillas und dem Guacamole werden wir wohl noch etwas arbeiten ;-)

Eben noch einkaufen... Für mich ist mal wieder ein CD dabei rausgekommen!!!

Freitag, 18. September 2009

Erlebnisreicher Tag für die Kinder

Heute hatten wir viel Aktion! In der ersten Stunde kam ein Pilot zu besuch (Vater einer Schülerin aus der dritten Klasse). Er hat sich gut mit den Kindern angestellt und die Fragen über Flugzeuge sehr gut beantwortet. Auch ich war überrascht, wieviel ich da noch lernen kann :-)

In der vierten Stunde haben wir das Thema Winter abgeschlossen. Dazu gab es für jedes Kind eine Tasse heißen Kakao.

In der letzten Stunde habe ich das Thema Formen wiederholt. Das Thema wurde mit Hilfe von Brot und Käse (beides in quadratischer Form) verdeutlicht. Die Kinder durften ihr Brot in andere Formen schneiden und mussten es mit dem Nachbarn teilen.

Donnerstag, 17. September 2009

Mit Schülern...

... hat man manchmal sehr schöne und aufbauende Gespräche. Heute fragte mich ein Schüler, warum es zwei Gruppen beim Flötenunterricht gibt. Ich habe ihm erklärt, dass es sich viel leichter in einer Kleingruppe unterrichtet, zumindest Flöte. Er fragte mich dann nach den Kriterien, wie diese Gruppen eingeteilt wurden (er war am Anfang des Jahres nicht da) und ich erklärte ihm, dass ich die Kinder habe, die Deutsch sprechen können (er spricht kein Wort Deutsch). Da meinte er, dass er viel lieber in meine Gruppe gekommen sei... Fand ich echt süß!

Mittwoch, 16. September 2009

Mittwoch

Mittwoch ist ein so genialer Tag! Ich mag die Mittwochs, da muss ich nur am Vormittag in der Schule sein. Nach den letzten drei Jahren, wo die Mittwochs immer die schlimmsten Tage waren, kann sich der Mittwoch gar nicht besser rehabilitieren :-)

Dienstag, 15. September 2009

Umarmungen

Alle die mich kennen wissen, wie ich zu Umarmungen stehe... Nun ja, am Wochenende hatte sich meine Verwandtschaft gegen mich verschworen. Es gab ganz viele und furchtbar viele Umarmungen. Für jede Kleinigkeit eine (von jedem): Fürs Kommendürfen, fürs Mittagessen, für den Nachttisch, fürs Abwaschen, fürs Warten, fürs Erzählen, fürs Dasein, fürs Kaffeetrinken, fürs Kuchenverteilen, als Abschied... Beim nächsten Mal werde ich mich schützen: Viel Knoblauch essen und tagelang nicht duschen :-)

11 September

Was ich beim letzten Post vergessen habe war, was danach geschah. Ich fuhr mit einem netten Taxifahrer bis zur Firma, in der mein Cousin arbeitet. Er würde mich von dort abholen. Der nette Taxifahrer brachte mich nicht einfach bis vor die Tür, sondern brachte auch meine Sachen rein. Leider fand der Mann an der Rezeption das wohl nicht ganz so gut. Ich musste sagen, wer ich sei, was ich hier mache, auf wen ich warte, wo der arbeitet, wer der Mann sei (Taxifahrer) und warum der hier drinnen sei. Normalerweise wird da wohl keiner ausgefragt und erst viel später bin ich drauf gekommen, dass es mit dem 11. September zu tun haben könnte: Ich bin mit einer Reisetasche, Rucksack und mehreren Einkaufstaschen da aufgetaucht. Hätte ja alles drinnen sein können...

Samstag, 12. September 2009

Feier der Schweizer

Also, die Feier fing nicht, wie man meinen sollte, mit schweizer Pünktlichkeit an, sondern mit brasilianischer Verspätung, also "nur" eine Stunde später. An sich gar nicht so schlimm, hab Kuchen gegessen und mit Leuten erzählt. Leider musste ich schon um 21:30 Uhr fahren. Nach dem Programm hätte ich meine Band locker gesehen und sogar noch einen Teil des Auftritts der Lehrerband mitbekommen. So habe ich nur die ersten vier Lieder meiner Schülerband mitbekommen... Fand ich wirklich schade, denn die waren echt gut.
Die Band war ja auch nicht das Eigentliche. Es ging um den Gründungstag der Schweiz, die Feier, die vor ein paar Wochen wegen der Schweinegrippe abgesagt wurde.

Mittwoch, 9. September 2009

Regen, Blitz und Donner

Wow, hat es heute gekracht! Ich hatte ja auch die lustige Idee: Gehste mal einkaufen... Gesagt, getan! Der Hinweg war recht unspektakulär, der Rückweg war spannend! Es hat sehr nah, ziemlich stark, geblitzt und gedonnert, beinahe bin ich taub geworden. Der wahnsinnige Regen kam zum Glück erst als ich wieder in der Wohnung war. Wenn ich da draussen gewesen wäre, nichts wäre trocken geblieben, selbst wenn ich sofort reingekommen wäre. Hagelkörner, fast wie zu biblischen Zeiten und Regen... Also, nimmste ein Schwimmbecken, stellst dich drunter, drehste um, haste wohl diesen Regen - natürlich in länger!

Noch 70 Unterrichtstage

Nur, damit ihr mit dem Kalender besser mitkommt :-) Es sind übrigens die Tage, die ich noch zu unterrichten gedenke. In Wirklichkeit sind es noch zwei Tage mehr, aber da sitze ich schon im Flugzeug :-P

Ein gutes Restaurant...

... erkennt man nicht am Haus, sondern an den Autos, die davor stehen. So hab ich es in den letzten Tagen gelernt. Wenn vor dem Gasthaus teure Autos stehen, ist das Essen gut!

Getestet und für gut empfunden!

Dienstag, 8. September 2009

Wer hat seinen Teller nicht leergegessen?

Heute hat es nicht geregnet, es hat ziemlich sehr stark geregnet und gehagelt und das fast den gesamten Tag. Keine Ahnung, wo das ganze Wasser herkam und wo das eigentlich hin sollte.

Der Dienstag, der ein Montag ist...

Heute ist Dienstag, wahrscheinlich überall auf der Welt. Aber wir hatten, weil gestern ausgeführter und heute gestrichener Feiertag, einen Stundenplan wie Montag, also war bei uns Montag. Es ist ja nicht so, dass man nach ein paar Tagen frei sowieso denkt, dass Montag sei. Ich glaube, fast alle an der Schule waren irgendwie ein bisserl verwirrt...

Montag, 7. September 2009

Etwas Geschichte

Heute feiert Brasilien den Tag der Unabhängigkeit von Portugal. Wenn du mehr darüber wissen willst, nimm dir lieber ein Geschichtsbuch, hier will ich keinen langweilen :-)

Andirá

Andirá ist eine kleine Stadt im Norden Paranás. Sie liegt an der Grenze von Sao Paulo. Die Erde ist rot, wie in Rondon und sonst gibt es wohl nichts zu sagen. Klar, die Stadt ist 400 km nördlich von hier, also viel wärmer. In der ersten Nacht hab ich schließlich die Tür zum Wohnzimmer aufgemacht, wo andere Leute geschlafen haben, weil ich kein Fenster im Raum hatte und beinahe zerlaufen bin. Schon auf der Fahrt hatte ich wohl einen Floh mitgenommen (nicht aus meiner Wohnung, ich bin ansich Flohfrei), so waren meine Beine schon ziemlich zerstochen. Klar, Andirá hat mit der Hitze und Luftfeuchtigkeit viele Mücken. Aber des Nachts wurde ich nicht mehr viel gestochen, die Mücken haben anscheinend keinen Platz mehr gefunden... Meine Verwandten meinten nur, dass sie mich ab jetzt immer mitnehmen würden, dann bräuchten sie keinen Mückenschutz :-( Allerdings gab es des Nachts etwas anderes, was mich nicht sonderlich schlafen ließ: Fledermäuse! Die haben sich direkt über mir im Dachstuhl zu schaffen gemacht...

Aber ich war auf einer Bananenplantage, habe Kokosnüsse gesammelt und einen Brombeerbaum geplündert (bisher hingen Brombeeren bei mir an Sträuchern, aber anscheinend gibts die auch als Baum).

Spontanität...

Soviel wusste ich, ich wollte gerne am Wochenende nach Andirá fahren. Zwischendurch hieß es, wir fliegen am Freitag Nachmittag. Dann bekam ich keine Nachricht mehr. Ich meldete mich, leider war keiner zu erreichen. So blieb nur das Warten. Am Freitag Morgen beschloss ich schließlich, mal wieder nur nach Witmarsum zu fahren und sorgte für die Mitfahrgelegenheit und Übernachtungsmöglichkeit. Ich war quasi schon auf dem Weg, dann bekam ich eine Mail, am Freitag Nachmittag, dass ich um 18 Uhr abgeholt werde und wir am Samstag Morgen mit dem Auto fahren. Nun ja, mir war das etwas spontan, aber wenigstens bin ich mitgekommen...

Rodízio de Pizza

Das ist sowas ähnliches wie "All you can eat". Du sitzt am Tisch und dir werden am laufenden Band Dinge angeboten, hier natürlich Pizza. Nach der Vorspeise (mit Hühnerfleisch gefüllte Pfannkuchen und Tortelinisuppe) habe ich zunächst drei salzige Pizzastücke (5 Sorten Käse, Salami und Hühnerfleisch) gegessen. Dann kamen die süßen Pizzastücke und ab dann hieß ich Anaconda! Zuerst ein Stück mit Vollmilchschokolade, dann eins mit weißer Schokolade, dann eins mit Vollmilchschokolade und Erdbeeren, dann eins mit weißer Schokolade und Erdbeeren, danach eins mit Bountygeschmack, dann wieder eins mit Vollmilchschokolade und Erdbeeren und zum Abschluss eins mit weißer Schokalde und Erdbeeren. Danach war mir schließlich ziemlich sehr und total schlecht! Aber die 11,90 Real hatten sich für mich voll und ganz gelohnt ;-)

Donnerstag, 3. September 2009

Laternenumzug

Endlich war der Laternenumzug. Leider hat es immer wieder geregnet, so dass wir die Feier in der Turnhalle hatten und danach auch nur unterm Dach gegangen sind. Es ist auch keine Laterne abgebrannt, also ganz unspektakulär...

Mittwoch, 2. September 2009

Unglaublich!

Da wach ich heute Morgen auf und denk mir: "Mensch, biste ausgeschlafen, aber irgendwie ist es so hell draussen..." Ich öffne langsam meine Augen, tatsächlich, es ist hell. "Wie kann das sein? Sonst steh ich doch immer im Dunkeln auf? Haben wir Wochenende? Nein, gestern war Dienstag! UND HEUTE IST KEIN FEIERTAG!" So bin ich aus dem Bett gesprungen. Hatte noch 10 Minuten, bis ich abgeholt wurde... Mein Handy war mal wieder ausgegangen. Angeblich war der Akku leer, wo ich ihn doch in der vorletzten Nacht geladen hatte. Also, nach etwa 15 Stunden kann kein Akku leer sein...

Dienstag, 1. September 2009

Hunde

Scheinbar hat ein Hausbewohner sich einen neuen Hund angeschafft. Seit der Schweinegrippe bellt es hier Tag und Nacht, ich kanns schon nicht mehr hören! Vielleicht wars ja auch schon vorher da, aber kurz vor den Ferien hab ich ja Tag und Nacht gearbeitet :-)

Laternenmarathon

Da wir am Donnerstag unseren Laternenumzug in der Schule haben, müssen bis dahin auch die Laternen fertig gebastelt sein. So haben wir heute, neben Kindergeburtstag, Kekse backen, Musikunterricht und normalem Unterricht, fast alle Laternen mit den Kindern fertig basteln können. Wo sich das Zeitfenster aufgemacht hat, ist mir bisher noch nicht klar geworden...

Samstag, 29. August 2009

Ängste

Heute ging ich nach langer Zeit endlich mal wieder zu Fuß zu meinen Großeltern. Auf dem Weg waren wohl immer wieder Frösche, als die mich jedoch kommen hörten, sind die alle ins Wasser gesprungen. Anscheinend hat der tote Frosch von vor zwei Wochen sein Erlebnis weiter gegeben...

Freitag, 28. August 2009

Horrortripp Friseurbesuch

Schrecklich, wie Friseure es einfach nicht verstehen wollen, dass Spitzen der kürzere Teil der Haare sind! Ich glaube, mehr möchte ich dazu nicht schreiben...

Wochenende!

Endlich Wochenende! War nicht nur für uns Lehrer höchste Zeit. Da wir heute mit den Kindern Laternen für den Laternenumzug gebastelt haben, hatten die Schüler Scheren zur Hand. Aber "Schere, Messer, Gabel, Licht, sind für kleine Kinder nicht!" und somit gingen zwei Schüler - im Spaß - mit offener Schere Richtung Hals los. Welch ein Vergnügen! Mein anfängliches Sorgenkind (von Anfang Jahr) war übrigens nicht dabei... :-)

Mittwoch, 26. August 2009

79 Tage

durchgehenden Unterricht habe ich noch! Bis zum 18.12. haben wir nur drei Feiertage...

Reinheitsgefühl

Das ist scheinbar nicht selbstverständlich bei reichen Kindern... Heute war der Boden nach dem Frühstück mit Servietten, Trinkpäckchen, Keksen, Verpackungsmüll und Krümel verziert. Zuhause putzt ja auch die Putzfrau, da werden die Essensreste wohl einfach hinter sich geworfen. Wahrscheinlich werden die Kinder auch noch über die Toilettenvase abgehalten. Als ich durch den Waschraum gehen wollte, kam mir fast eine Pfütze entgegen...

Wir haben diese zwei Tatsachen aufgenommen und den Kindern erklärt, dass sie keine Tiere seien und durchaus den Müll in den Mülleimer und den Urin in die Toilettenvase (und nicht wie die Hunde gegen den Türrahmen) tun können :-)

Sonntag, 23. August 2009

Mir ist schlecht!

Eigentlich bin ich schon die beste Kundin von Heike. Heike macht sehr süße und leckere Schokoladenpralinen. Gestern hab ich mich zu ihr eingeladen und soviele Pralinen bekommen, wie ich wollte. Oh man, war mich schlecht danach! Heute könnte ich durchaus wieder eine Praline essen ;-)

Falscher Alarm

Anscheinend war der Tag, mit dem letzten Eintrag, der letzte schöne Tag hier. Seitdem ist es wieder eiskalt geworden. Ich friere wieder... :-/

Donnerstag, 20. August 2009

Aprilwetter im August???

Irgendwie kommt es mir ein bisschen so vor. Heute Morgen war es recht warm, die Sonne schien. Die Kinder konnten sogar etwas draussen spielen, bis es sich immer mehr verdunkelte und schließlich stark regnete. Der Zustand "Schnee" fehlte eigentlich noch für ein richtiges Aprilwetter. Obwohl, umgerechnet wäre das Aprilwetter erst in zwei Monaten :-)

Mittwoch, 19. August 2009

Mittwoch Nachmittag

Am Mittwoch Nachmittag hab ich ja schon seit Beginn meiner Zeit hier frei, d.h. ich habe keinen Unterricht. Bisher war an einem Nachmittag kaum zu schaffen, was insgesamt liegen geblieben ist. Nach den 2,5 Wochen Zwangsferien konnte ich den Mittwoch heute richtig auskosten! Jetzt, wo es scheinbar etwas wärmer wird... :-)

Dienstag, 18. August 2009

Unterschiede

Schade, dass sich manche Eltern darum kümmern, dass ihre Kinder gute Noten erhalten können. Es gibt tatsächlich Schüler, die ihre Aufgaben in den zwei Wochen nicht gelöst haben. Die Schere zwischen den Schülern, die gute Noten bekommen werden und denen, die schlechte Noten bekommen werden, klafft somit immer mehr auseinander... Wirklich schade! Dabei geht es nicht unbedingt um das Bewerten der Aufgaben, die in den zwei Wochen gemacht werden mussten, sondern um das Trainieren oder das Erinnern der Dinge, die in den nächsten Wochen gebraucht werden!

Montag, 17. August 2009

1. Schultag

nach der Schweinegrippe, zumindest nachdem wir die Schule wieder öffnen dürfen. Alle Schüler waren heute noch nicht da, aber der größte Teil. Uns kam es sogar vor, als ob die Eltern sehr froh waren, dass sie ihre Kinder endlich mal wieder abgeben konnten. 

Der größte Nachteil dieser Zwangsferien ist, dass unsere Frühlingsferien und ein Feiertag gestrichen wurden. Wir arbeiten also von heute bis zum 18.12. mit nur drei Feiertagen. Wird ne harte Zeit!