Montag, 30. November 2009
Nachbesprechung
Sonntag, 29. November 2009
Natürliche Betäubung
Und plötzlich
Feirinha
Basar in der Schweizer-Schule
Gestern war es endlich soweit, wir hatten Basar an der Schule. Alles fing ganz gut an. Fast alle Kinder waren rechtzeitig beim Treffpunkt und auch die Eltern waren rechtzeitig wieder aus dem Klassenraum draussen. Verkleidet gingen wir geordnet zum Sportplatz, wo die Tänze stattfinden sollten. Seit etwa 9 Uhr war es so schwül, dass ich schon beim Sitzen vollständig durchnässt war. Jetzt, gegen 11:30 Uhr ging es kaum zu ertragen. Wenigstens hatte sich die Sonne hinter dicken Wolken verkrochen. Wir hatten unseren Aufmarsch zur Herbstmusik von Vivaldi und setzten uns auf unsere Plätze. Die Spielgruppen tanzten, der Kindergarten 1 tanzte, der Kindergarten 2 wollte gerade anfangen, da begann ein Platzregen. Alle Menschen sammelten nur ihre Kinder ein und liefen unters Dach. Da dieser Platzregen zwar so stark wie ein Platzregen war, aber nicht mehr aufhörte, verlagerten wir die weiteren Vorführungen in die Turnhalle (was von Anfang an hätte gemacht werden sollen, wo aber ein Mensch dieser Schule den Blick nicht für hatte). Die Jungen tanzten gut zur Musik "Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da". Danach kamen unsere, als Prinzessinnen verkleidete Mädchen und tanzten zur Musik "Die Eisprinzessin". Das Publikum war beeidruckt, es sah aber auch unheimlich süß aus. Zum Schluss dieses Teils tanzte unsere Klasse noch zum Lied von Rolf Zuckowsky "Wir wollen Sonne", was in dem Moment möglicherweise jeder dachte.
Endlich hatte ich eine kleine Pause. Ich gönnte mir etwas zu Essen und fing dann an, die Jungs und Mädels für das Einsingen zu sammeln. Wir sangen uns ein und ich merkte schon, die Stimmung war nicht so gut. Als ich den Raum verließ und mit Joel sprach, merkte ich, dass die Stimmung auch ausserhalb des Raumes nicht die beste war. Leider war wieder dieser Tontechniker angestellt worden, der von nichts eine Ahnung hat. Der Bass war dreimal zu laut gestellt, Backing dafür nicht hörbar. Gleiches galt auch für das Schlagzeug, die tiefen Töne waren zu laut, die Becken nicht hörbar. Wenn wir etwas gesagt haben, dass es zu laut wäre, hat er alles ganz abgestellt. Wenn wir gebeten haben, dass er es etwas lauter stellt, dann hat er gleich ganz laut aufgedreht. Für manche Lieder haben wir gebeten, dass die Nebelmaschine abgestellt wird, dann wurde sie natürlich extra aufgedreht. So war der Sound sehr schlecht und insgesamt einfach dröhnend, so dass mehrere Leute einfach gegangen sind (ich kann es ihnen nicht verdenken). Auch ich habe mich zwischendurch einfach nach draussen verzogen, damit die Ohren sich erholen konnten. Gemein fand ich es einfach den Schülern gegenüber, die so lange geübt haben und denen dieser Mensch einfach den Auftritt und den Tag verdorben hat.
Natürlich gab es auch mehrere schöne Momente: Die Band hatte mir vorher schon verraten, dass es eine Überraschung für den Schulleiter und für Joel als Bandleiter geben würde. Das war genug, damit ich nicht misstrauisch wurde, denn die Überraschung sollte auch mir gelten. So bekam ich als Dankeschön für meine Arbeit in der Band eine große Dose mit vielen verschiedenen Sorten Kaffee und anderen Leckereien. Das fand ich sehr süß!
Dann kam noch eine Mutter eines Kindes aus meiner Klasse auf mich zu und fing ein Gespräch mit mir an. Unter anderem fragte sie, ob ich wüsste, was ihr Sohn von mir halten würde. Natürlich weiß ich sowas nicht. Sie meinte, er würde mich "Honigblume" (Flor de mel) nennen. Sie wusste nicht, woher er diesen Ausdruck hatte. Ich fand das unheimlich süß!
Freitag, 27. November 2009
Üben, üben, üben...
Mittwoch, 25. November 2009
Papageien
Der Kuchen
Dienstag, 24. November 2009
Zahnbürste
Stich
Montag, 23. November 2009
Besonderer Gottesdienst
Churrasco
Knaps
Hundeliebe?!
Samstag, 21. November 2009
Tierchen...
Donnerstag, 19. November 2009
Sehr Teig!
Gesundes Frühstück mal anders
Das war so klar
Mittwoch, 18. November 2009
Aufräumaktion!
Endlich habe ich mal wieder die Zeit gefunden, mein Zimmer aufzuräumen. Das war aber auch nötig, der Staub lag schon dicke... Wenn das so weitergeht, werde ich erst beim Auszug wieder die Zeit zum putzen finden! Apropos Auszug: Nur noch genau einen Monat, dann ist die Schule hier für mich vorbei. Das ist mir heute bewusst geworden. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht!
Dienstag, 17. November 2009
Wo sind nur unsere Kinder geblieben?
Das war die Frage, die Giliane und ich uns am Montag stellten. Unsere Kinder sind nicht einfach und sie stellen viel an, aber Montag waren sie besonders schlimm und wir beide waren am Mittag völlig fertig... So kam es, dass Kinder aus dem Kindergarten II vor unseren Türen mit Erde auf Plakaten für den Basar malten. Einer unserer Jungs ist dahin gegangen, hat das Plakat genommen und ausgeschüttelt und somit die Arbeit zerstört. Es gab keinen Grund, einfach nur Zerstörungswut. Dieser Junge war übrigens nicht der, der am Anfang für soviel Arbeit geleistet hat. Es ist der, der die Rolle übernommen hat.
Der andere hatte sich in letzter Zeit sehr ruhig gehalten. Leider beschloss er das am Freitag zu ändern und warf einen ziegelsteingroßen Stein auf den Mann, der den Verkehr beim Pitstop regelt. Den Grund haben wir bisher noch nicht herausgefunden, angeblich wollte der Jungen den Mann vor etwas schützen, aber mit solch einem Stein???
Jabuticaba
Wetter
São Paulo II
Jetzt ist es leider länger geworden, bis ich wieder Zeit für meinen Blog finde... Aber heute möchte ich den Rest über die Zeit in São Paulo berichten:
Nach dem vorbildlichem Aufräumen der Sachen, fuhren wir ins Hotel zurück. Wir nahmen an, dass die Rückfahrt diesmal schneller gehen würde, da der Busfahrer die Strecke ja schon einmal fuhr. Scheinbar hatte er sich aber vorgenommen, genau die gleiche Strecke zu fahren, die er auch am Vorabend fuhr. Leider hat er ein paar der Straßen vergessen, oder sich verzählt, zumindest kamen wir nach nur 30 Minuten im Hotel an (ich erinnere, wir fuhren 4 km). Am Abend bekamen alle Teilnehmer ein Abendessen von der Schule spendiert.
Am Sonntag fuhren wir wieder zurück nach Curitiba. Die Rückreise war relativ unspektakulär. Leider begann es zu regnen, also mehr zu strömen. Der Bus kam trotzdem gut durch. Als wir in der Schule ankamen, merkten wir, dass der Kofferraum mit unserem Equipment nass geworden war. So packten wir alles schnell in den Musikraum und gleich aus, nicht, dass alles kaputt geht. Scheinbar hat alles die Wanne überstanden, zumindest hab ich noch keine Klagen gehört...
Völlig übermüdet fuhr ich nach Hause, nur um am Montag dann direkt wieder zur Arbeit zu fahren...
Mittwoch, 11. November 2009
Herbst?
Schon letzte Woche fiel mir auf, dass die Bäume ihre Blätter gelb färben und fallen lassen. Auf der Fahrt nach São Paulo habe ich mir dann überlegt, dass es den Bäumen wie uns geht. Das Wetter ist so schnell von Winter auf Sommer gesprungen, dass die Bäume schonmal Herbst spielen, bevor wieder der Winter einbricht. Prompt gibts seit Sonntag immer wieder starke Regenschauer und Sturmwinde...
Über São Paulo schreibe ich wieder, wenn ich etwas mehr Zeit finde...
Dienstag, 10. November 2009
São Paulo
Wahrscheinlich warten einige von euch schon ganz gespannt auf meinen Bericht über den Wochenendausflug nach São Paulo? Nun ja, ich erhole mich langsam und werde euch heute etwas berichten:
Am Freitag, gleich nach der Schule ging es los. Vor der Schule stand ein relativ gemütlicher Bus, in den wir einstiegen, je nach Alter eher weiter nach vorne oder nach hinten... Die Fahrt war wirklich nett. Wir hielten einmal an und kamen nach 6,5 Stunden endlich in São Paulo an. Zuerst packten wir alle Instrumente in die Schule, dann ging es ab zum Hotel. Nun ist es hier nicht normal, dass der Busfahrer die Qualitäten der Orientierung oder der Straßenkenntnis hat. So brauchten wir für die 4 Kilometer bis zum Hotel auch nur 40 Minuten. Irgendwann wurde es sogar den Schülern zu bunt, als wir nämlich das dritte Mal an der gleichen Stelle waren.
Am Abend wollten wir mit der ganzen Gruppe im Shopping gegenüber Essen gehen. Mutig überquerten wir die Straße, nur um direkt in eine Gang reinzulaufen. Der Direktor sorgte aber schnell dafür, dass wir wieder aus der Gang rauskamen und uns kurz sammelten. Eine der Lehrerinnen ging vor und wir hatten jeder nur eine Aufgabe: Den Blick immer auf den Bekannten vor uns zu richten. So kamen wir bis zu den Sicherheitsbeamten, die gerade den Shopping sperren wollten (wegen der Gang und der Angst vor Randalen/Überfällen usw.). Die Lehrerin sprach mit dem Sicherheitspersonal und konnte sie überzeugen, dass wir wirklich Gäste aus der Schweizerschule in Curitiba waren. So musste sie neben den zwei "Bullen" stehen und sagen, wer dazugehörte und wer nicht. Wer sich dazwischen mogelte, wurde schonungslos zur Seite geschubst, aber wir kamen alle wohlbehalten durch.
Das gemeinsame Essen war dann doch irgendwie getrennt: Wir Lehrerinnen saßen mit unserem Direktor (als Hahn im Korb) an einem Tisch, während das männliche Personal die Kinder betreute. Das Thema war dementsprechend: Wir sprachen über den gutaussehenden Sicherheitsbeamten der in der Schule arbeitet. Wir behaupteten natürlich, dass deswegen soviele Mütter die Einschreibung an der Schule machen, weil dieser gutaussehende Sicherheitsbeamte da sei. Der Direktor nahm das alles sehr zu Herzen und wollte diesen Sicherheitsbeamten sofort entlassen. Als am Montag ein anderer Mann da stand, waren wir Lehrerinnen natürlich alle sehr betrübt. Es war aber nur Zufall, eine Vertretung, heute stand wieder der richtige Mann da :-)
Bei der Rechnung haben wir wieder gemerkt, dass man nicht unbedingt rechnen können muss, um Kellner zu sein. Es ist in São Paulo wohl üblich, dass man vor dem Bestellen, ohne Aufforderung, sagt, dass man später getrennt zahlen möchte. Sonst muss später einer die Rechnung begleichen. In unserer Unwissenheit haben wir natürlich erst etwas gesagt, als wir die Rechnung bestellten. Wir wunderten uns schon, dass drei Kellner nacheinander bei dieser Information flüchteten und wir schließlich lautstark die Rechnung verlangten. Der erste Kellner behauptete, den Taschenrechner zu holen. Der zweite behauptete das Gleiche, der dritte Kellner behauptete schließlich, dass das System ausgefallen sei. Der vierte Kellner erklärte uns schließlich, dass wir vorher hätten sagen müssen, dass wir getrennt zahlen wollten. Die Sekretärin (unserer Schule, die uns begleitete) meinte daraufhin, dass das doch kein Problem sei, wo der Mann doch die Gesamtrechnung in der Hand hielt. Er schaute sie verdutzt an und sie meinte, man könne ja auch im Kopf oder auf Papier rechnen. Er verschwand... Wir lästerten! Chris hatte aber gerade noch die Rechnung erwischt und so fing sie an, auf dem Papierset, die einzelnen Rechnungen aufzustellen. Zwei Lehrerinnen kontrollierten ihre Rechnung mit dem Handytaschenrechner (davon ein IPhone, es muss also richtig gewesen sein). Es sammelten sich mehrere Kellner um uns, um dieses Spektakel zu beobachten, denn jeder Lehrer hatte eine andere Zahlungsart. Der Kellner, der schließlich die Zahlung annahm, war am Ende ganz verwirrt, wusste selbst nicht, was er da tat und vertraute voll und ganz auf Chris Rechnung. Sie rechnete am Ende alles zusammen, um so die Kontrolle zu machen. Es fehlten genau 30 Real. Da sahen wir, dass das das Trinkgeld war, das schon ausgerechnet war. Wir schmissen alle ein paar Münzen zusammen und kamen schnell auf das Trinkgeld. Ich glaube, alle Kellner haben aufgeatmet, als wir endlich das Restaurant verließen :-)
Auf dem Rückweg (etwa zwei Stunden nach der Ankunft im Shopping), war die Gang immer noch da. Wir versuchten wieder mit der gleichen Methode - Schau auf deinen Vordermann und verlier ihn nicht - durch die Gang ins Hotel zu kommen und es klappte!
Nach einer unruhigen Nacht (sehr heiß, unruhige Zimmernachbarin) gings in den Samstag. Das Frühstück war lecker, viel Kuchen und frisches Obst :-) Danach gings zur Schule. Da wir mit den Kids nochmal ein paar Stellen durchgegangen sind, weiß ich nichtmal, ob die Fahrt ohne Umwege zustande ging. Dort angekommen, haben alle gut angepackt und innerhalb kürzester Zeit war die Bühne mit allen Sachen aufgebaut. Wir schlenderten etwas über den Bazar. Es war wirklich schön, viel gute Sachen und ich bekam Lust zum Einkaufen.
Dann war es endlich soweit, die Schülerband hatte ihren Auftritt. Sie spielten und sangen wirklich gut. Und da wir einen professionellen Tontechniker hatten (ich wusste gar nicht, dass es hier sowas gibt), klang es einfach sehr gut! Wir Lehrer waren die größten Fans und tanzten ausgelassen. Die Leute aus São Paulo waren nicht so bewegungsfreudig und so waren wir schnell bekannt :-) Ein paar der Paulistas trauten sich zu uns und forderten die eine oder andere Lehrerin zum Tanzen auf... Am Ende räumten alle Schüler und Lehrer brav auf.
Weiteres gibt es in den nächsten Tagen!
Mittwoch, 4. November 2009
Theorie
In warmen Ländern essen die Menschen salziger. Aufgrund dieser Tatsache habe ich eine Theorie aufgestellt:
Menschen sind wie rohes Fleisch, sie sind ja aus Fleisch. Frisches und rohes Fleisch legt man ja zur Haltbarkeit in den Kühl- oder Gefrierschrank. Da es aber nicht immer einen Kühlraum zur Verfügung gibt, kann man Fleisch auch mit Salz haltbar machen. So müssen sich Menschen in wärmeren Ländern auch mit Salz konservieren :-)
Frühling?
Andirá II
Am Abend haben wir uns den Luxus gegönnt und eine DVD ausgeliehen, dessen Name nur nebensache ist. Mitten im Film liefen plötzlich kleine Eidechsen durchs Haus. Ui, da hab ich erstmal geschrien und mich danach auch wieder beruhigt. Mein Cousin meinte nur ganz locker, dass das normal ist und dass die immer im Haus sind. Jetzt wurde mir langsam klar, warum ich unter so einem Netz geschlafen habe und warum dieses Netz überall festgesteckt werden musste...
Am Montag Morgen hab ich erstmal ein arabisches Frühstück bekommen, bzw. ein Ei in Wasser, war superlecker! Dann haben wir noch frische Bananen von der Bananenplantage geholt. Eigentlich wollte ich nur ein paar. Das müssen aber so 20 Kilo gewesen sein. Die Tüte mit den Bananen war auf jeden Fall schwerer als der Koffer. Und dann ging es um die heiße Mittagszeit wieder in den Bus.
Natürlich kam der Bus wieder zu spät und so fuhren wir wieder pünktlich 15 Minuten zu spät los. Der Busfahrer hielt auch nicht viel vom schnellen Fahren, so hatten wir bei der Ankunft etwa 1,5 Stunden Verspätung.
Auf der Fahrt, so kurz vor der Pause (die jedem logisch denkenden Mensch klar war), ging ein Mann auf die Toilette. Ich finde, er hätte sein Geschäft noch die Restzeit festhalten können. Ich saß im vorderen Teil des Busses und musste mich zusammenreissen. Leider war das noch nicht alles. Als ich mich endlich an den Geruch gewöhnt hatte, kam der zweite Mann aus der Toilette. Er hatte sich wohl gedacht, wenn schon, dann machts keinen Unterschied mehr. Zum Glück rollte der Bus schon auf den Parkplatz und alle Gäste stürmten raus, um wieder frische Luft zu bekommen!
Dienstag, 3. November 2009
Mein Wochenende in Andirá
Am Freitag packte ich mein Köfferchen für mein letztes verlängertes Wochenende in Brasilien. Ich war nicht wirklich ausgeschlafen und freute mich über ein wenig Entspannung. Punkt 16 Uhr war ich am Busbahnhof, mein Bus leider nicht. So fuhren wir mit etwas Verspätung (nur 15 Minuten) los, da noch alle Koffer ordnungsgemäß eingepackt wurden. Wir kamen auch bis zum Ausgang des Bahnhofs, als der Bus auch schon das erste Mal anhielt. Drei (laute) Damen stiegen ein. Leider waren somit die Zeiten von einem alleinigen Platz vorbei. Wenigstens hatte ich einen Fensterplatz gekauft, so konnte ich mir Musik in die Ohren stecken und die Landschaft bewundern. Nach 6,5 Stunden Busfahrt, mit nur einer halben Stunde Verspätung kamen wir endlich in Andirá an, wo ich schon von meinem Cousin Lincoln und seiner Frau Monica erwartet wurde. Eigentlich wollte Lincoln mir einen roten Teppich auslegen, aber er hatte keinen gefunden. Auch der Posaunenchor hatte leider abgesagt. So waren nur jugendliche Kids mit ihren Autos da. Naja, Autos waren das nicht unbedingt, eher übergroße Lautsprecher auf Rädern. Sah aus, wie aus den 80ern geklaut. Aber die Lautstärke war wie beim Posaunenchor...
Am Samstag bin ich erst um 9:30 Uhr aus dem Bett gekrochen, da stand die Sonne schon hoch und der Schweiss lief schon beim Sitzen den Rücken runter. Das Frühstück ging nur langsam, sonst lief der Schweiss ins Essen. Nach dem Mittagessen (auch langsam) gings ab in die Universität. Früher war das eine der besten Universitäten für Landwirtschaft. Groß und geräumig ist sie immer noch! Danach besah ich mir eine Zuckerrohrfabrik. Nicht schön, aber interessant.
Mein Cousin ist Bauer u.a. und deswegen darf es auch nicht an Jungvieh fehlen. In der Nacht von Freitag auf Samstag ist ein süßes kleines braunes Kälbchen geboren. Auf dem Hof liefen unzählige Glucken mit ihren Küken rum und im Schuppen hatten zwei Katzen Junge bekommen. So liefen da neun blauäugige, aber schon behaarte Kätzchen rum. Eine dieser Kätzen hat sich direkt in mein Herz gebissen... Nein, es war mein großer Zeh, aber die war mir ab dann die liebste. Ein zweites Kätzchen war um meine Sauberkeit bemüht. Als ich es auf den Arm nahm, leckte es erst die eine Hand "sauber", dann die andere. Als ich sie wieder absetzte, waren meine Füße dran. Toll, wo sich die Deutschen ja nicht so oft duschen und von den Brasilianern immer ausgelacht werden. Konnte ich mir eine Dusche am Tag sparen :-)
Am Abend - eigentlich war es mehr in der Nacht - ging es in eine Pizzaria. Dort eine gute Käsepizza gegessen und zum Abschluss ein Eis. Das war auf jeden Fall mehr als genug...
Am Sonntag kletterte ich noch verschlafener aus dem Bett. Die drückende Hitze ließ einen auch nicht wacher werden. Ein Blick auf das Thermometer - 28° und es war erst 10 Uhr am Morgen... Wie sollte ich diesen Tag nur überleben?
Bis zum Mittag lag ich, wie auch am Samstag, zum größten Teil in der Hängematte und las Asterix auf portugiesisch. Eine gemütliche Angelegenheit. Leider war unter der Hängematte ein Kaktus. So passte ich beim Ein- und Aussteigen besonders auf, wollte ja nicht im Kaktus landen. Mittag war eine Mischung aus brasilianischen und arabischen Köstlichkeiten. Am Nachmittag ging das Chillen weiter, etwas anderes war bei den fast 40° im Haus nicht möglich.
So, und wie es weiterging erfahrt ihr in den nächsten Tagen...
