Montag, 19. Oktober 2009

Foz do Iguaçu

Es fing alles damit an, dass Deborah und ich am Freitag Mittag nach Foz do Iguaçu flogen. Deborah ist eine Schweizerin, die für vier Monate an der Schweizerschule ein Praktikum macht und die etwa so verrückt ist, wie ich ;-)

So sind wir in Curitiba ins Flugzeug gestiegen und in Foz wieder ausgestiegen. Dort ein Taxi zum reservierten Hotel genommen. Das Hotel war mitten in der Innenstadt, von daher, gute Lage. Als wir ins Zimmer kamen, war uns der Preis klar! Wir hatten ein Fenster, ja... Aber vor dem Fenster, also etwa eine Armlänge weiter, war eine Mauer und darüber ein Dach, also keine Aussicht. Wir schauten nach unten. Da stand ein Schrank, voller Zigarettenkippen, dahinter waren wohl Müllsäcke. Das Toilettenfenster ging, den Geräuschen nach zu urteilen, direkt in die Küche. ABER: Es war alles sauber!

Deborah und ich beschlossen, dass wir uns etwas zu Mittag suchen wollten und danach shoppen gehen wollten. Beides war ein totaler Erfolg! Am Abend gingen wir noch Essen... Leider hat mir irgendwas nicht so gut bekommen, denn ich legte mich nur kurz ins Bett und dann über die Kloschüssel. Es kam alles raus... Zwischendurch wollte ich aufstehen, aber mir wurde davon zu übel. So machte ich den Klodeckel zu und legte mich drauf. Hab wunderbar geschlafen, besser, als eine Stunde später im Bett :-)

Am Samstag war mir immer noch übel, aber ich konnte alles bei mir behalten. So fuhren wir mit einer Van (einen Bulli) nur für uns alleine und mit einem Führer bis zu den Wasserfällen auf der brasilianischen Seite. Morgens regnete es auch noch nicht... Wir haben auch die Busfahrt auf dem Gelände und den Anfang des Rundgangs trocken überstanden. Leider war es total bewölkt und neblig und es war kaum etwas zu sehen. Dann regnete es plötzlich, sehr stark und ohne Ende. So ganz, wie bei "Asterix bei den Briten": "Ist es bei euch immer so neblig?" "Nein, wenn es regnet nicht!" Da alle Unterstellplätze völlig überlaufen waren, haben wir beschlossen, hart zu sein und durch den Regen weiterzugehen, zumal es nicht danach aussah, dass es wieder aufhören würde. Wir wurden durch und durch nass, konnten uns immer wieder auswringen, so unterm Schirm, konnten aber die Wasserfälle besehen. Es wurde aber nicht kalt, es war angenehm warm. Gegen Ende hörte es auf und wir fingen an, etwas trockener zu werden.

Danach ging es zum Vogelpark. Ein gelungener Besuch, zwar waren wir immer noch nass, aber die Vögel waren auch damit beschäftigt, sich irgendwie zu trocknen. Immer wieder kamen wir durch Gehäge, wo die Vögel frei rumliefen. Es war sehr schön! Ein Tucano hat sich scheinbar in Deborah verliebt und ist ihr hinterhergeflogen und gelaufen. Sehr süß! Am Ende hatten wir jeder noch einen Ara auf unserem Arm, fürs Touristenfoto und dann war auch diese Sehenswürdigkeit leider vorbei.

Und wie es weiterging, schreib ich morgen...

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