Samstag Vormittag wurden wir zwei mit einem Puzzle (sehr groß, aber die Anzahl der Teile weiß ich nicht mehr) ruhiggestellt. Bis zum Ende des Wochenendes hatten wir es übrigens gelöst! Am Nachmittag sind wir ins Dorf gefahren, haben uns beim Weihnachtsbasar durchgefuttert, der Tanzgruppe zugeschaut, Käse gekauft und etwas durchs Dorf spaziert.
Als wir am Samstag Abend wieder ins Bett wollten, saß Heinz wieder im Bad (wir haben dem Frosch einen Namen gegeben). Diesmal war mein Onkel noch wach. Wir holten ihn und er fing den Frosch. Dann meinte er nur noch "Lauf" und zielte mit dem Frosch direkt in meine Richtung. Durch lautstarken Protest konnte ich jedoch diesen Angriff abwenden und endlich konnten wir das Bad problemlos benutzen!
Sonntag fuhren Deborah und ich mit einer weiteren Tante nach Vila Velha. Vila Velha heißt übersetzt, alte Stadt und ist aus Felsen oder sowas ähnliches. (Kurzer Überblick unter: http://www.brasilienportal.ch/index.cfm?nav=12,3,17,40,343) Zuerst mussten wir einen Film schauen, indem uns erklärt wurde, wie wir uns auf dem Gelände zu verhalten hätten. Interessanterweise waren wir die einzigen Zuschauer. Danach durften wir in den Touristenbus und durch die Landschaft von Vila Velha wandern. Manche Menschen würden sagen, dass alles auf Touristen abgestimmt ist. Falsch, die Touristen haben schon viel kaputt gemacht und der Bus, die Wege usw. schützen die alten Steine, die verschiedene Bilder (wie Schuh, Colaflasche usw.) zeigen.
Zurück in Curitiba fuhren wir mit dem Taxi nach Hause. Wir entschlossen uns, dass Deborah zuerst abgesetzt werden sollte. Das war auch gut so, denn in Curitiba war gerade ein Fußballspiel zuende. In diesem Fußballspiel entschied sich, dass die eine Mannschaft aus Curitiba von der ersten Liga in die zweite Liga absteigen müsste. Der Taxifahrer meinte schon, dass wir es vermutlich nicht schaffen würden, denn Deborah wohnte in der Nähe des Stadiums und wenn eine Mannschaft absteigt, dann gibt es (unübertrieben) Tote! Wir schafften es aber gerade noch und fuhren mit quietschenden Reifen davon. Am nächsten Tag konnten wir in der Zeitung lesen, wieviele an diesem Abend gestorben waren und wieviele nur verletzt wurden, es war schlimm...

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